weather-image
25°

Bogenschießen und Würfelspiele

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Bogenschießen wie die alten Römer durften die Lateinschüler der fünften und sechsten  Klasse beim Lateintag am Staatlichen Landschulheim Marquartstein ausprobieren. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Um anschaulich zu demonstrieren, dass die Sprache Latein ein höchst unterhaltsames und auch spannendes Fach sein kann, fand ein »Dies latinus« (Lateintag) am Staatlichen Landschulheim in Marquartstein statt.


Der Provinzialarchäologe und Museumspädagoge Mario Becker aus Frankfurt berichtete für die Lateinschüler der Unterstufe anschaulich über das Leben zu Zeiten der alten Römer. Angefangen vom Gründungsmythos von Romulus und Remus, die von einer Wölfin genährt wurden, beschrieb Becker die wichtigsten Stationen der römischen Geschichte. Das römische Reich dehnte sich immer mehr aus, sodass 1000 Städte, darunter London, Wien und Paris, römischen Ursprungs sind. Wichtig für den Erfolg des römischen Militärs waren Disziplin, Drill und der unbedingte Zusammenhalt des Militärs. Erstmals gab es im alten Rom Berufssoldaten. Beliebte Freizeitsportarten auch für Mädchen waren zum Beispiel Bogenschießen, Speerwerfen und verschiedene Würfelspiele.

Anzeige

Becker brachte den Schülern viel Anschauungsmaterial mit wie eine Toga, eine Tunika oder Waffen. Im zweiten Teil der Veranstaltung durften sich die Schüler dann selbst im Bogenschießen versuchen, verschiedene Würfelspiele ausprobieren und sich bei einem Wurfspiel mit Schilden verteidigen. In der Zwischenzeit bereiteten die Lateinschüler der 10. Klasse ein typisches römisches Essen vor, das unter anderem aus »Neros Traum« (süßen Ricotta- Hartweizenkugeln mit Mohn) bestand. Neben Oliven, Eiern oder Gurken gab es auch »Moretum«, eine stark gewürzte Knoblauchpaste, die zu Brot gegessen wurde.

Organisiert wurde der erlebnisreiche Aktionstag von den Lateinlehrern der Schule unter Federführung von Katharina Wagner und finanziell vom Bund der Altmarquartsteiner unterstützt. gi