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Bist du Fahranfänger?

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Knapp 302 500 Unfälle mit Verletzten oder Toten zählte das Statistische Bundesamt im vergangenen Jahr auf den deutschen Straßen. Beinahe jeder siebte Unfall wurde dabei von einem jugendlichen Autofahrer verursacht. Viele junge Fahrer könnten schwierigere Situation nicht genau einschätzen, hat der Verkehrspsychologe Karl-Friedrich Voss beobachtet. »Besonders außerhalb von Ortschaften.« Die Fahrausbildung auf Überlandstrecken kommt oft zu kurz. Mit diesen fünf Tipps kommen Jugendliche unfallfrei an ihrem Ziel an:


Mit Begleitung fahren: Besonders in den ersten Monaten sollten Jugendliche mit einer Begleitperson zusammen im Auto fahren. Der Tipp von Voss: Man sollte sich unbedingt längere Strecken aussuchen und sich verschiedenen Situationen stellen.

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Nicht ablenken lassen: Auch das Telefonieren über die Freisprechanlage lenkt ab. Vor allem wenn die Telefonate emotional sind. »Akustische Signale verarbeitet unser Gehirn schneller als visuelle. Wenn, dann nur kurze bedeutungslose Gespräche führen. Sonst rechts ranfahren.«

SMS tippen, nebenbei einen neuen Song auswählen oder unter dem Sitz das runtergefallene Handy suchen, sollte kein Fahrer am Steuer machen – egal ob Jugendlicher oder Erwachsener.

Geschwindigkeit anpassen: »Das bloße Einhalten von Verkehrsregeln bedeutet nicht gleichzeitig, sicher zu fahren«, erklärt Karl-Friedrich Voss. Wer ordnungsgemäß die Geschwindigkeit hält und dabei telefoniert oder sich unterhält, ist trotzdem abgelenkt. Der Fahrer sollte auch immer das Wetter mit einkalkulieren, denn bei Regen oder Eis kann es schnell mal rutschig auf der Straße werden.

Überholen üben: »Zwar heißt es immer, die Überholstrecke muss doppelt so lang sein, wie das Überholmanöver, aber das ist nur eine statische Größe«, so Voss. Nur durch viel Übung kann der Fahrer das Gefühl für den richtigen Abstand bekommen.

Früh Erfahrungen sammeln: Zu Fuß zur Schule oder mit dem Fahrrad zu Freunden – die ersten Erfahrungen im Straßenverkehr macht man schon als kleines Kind. »Die Eltern müssen ihren Kindern mehr zutrauen und sie nicht überall hinfahren«, sagt Voss. So haben sie später einen besseren Überblick im Straßenverkehr. dpa