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Bewerber dürfen keine Tätowierungen haben

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Roland Sturm informierte Lucia Hirth aus Tengling über die Arbeit im Polizeialltag. (Foto: Hudelist)

Salzburg – Die Bayerische Polizei nutzte wie andere Unternehmen aus den bayerischen Grenz-Landkreisen auch die Berufs-Info-Messe (BIM) in Salzburg, um uniformierten Nachwuchs zu finden. Die beiden Einstellungsberater aus Traunstein und Mühldorf führten ausführliche Gespräche mit interessierten Schülern und verteilten Info-Material.


Rund 25 000 Besucher zählt die BIM jedes Jahr, darunter geschätzte 5000 Schüler aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land. Beim Besuch unserer Zeitung beriet Roland Sturm von der Polizei in Traunstein gerade zwei Mädchen. Eine von ihnen ist ernsthaft an einem Wechsel vom Job einer Bürokauffrau zum Streifendienst interessiert. »Der Beruf Polizeibeamter ist sicher sehr abwechslungsreich. Man sitzt nicht nur im Büro«, vermutet Lucia Hirth aus Tengling. Die Chancen für sie würden auch gutstehen, denn der Frauenanteil bei der Polizei liegt bereits bei 30 Prozent, vor allem in den Städten gibt es schon viele, rein weibliche Streifen.

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Tätowierungen sind noch nicht erlaubt

Nach der Beantwortung vieler Fragen entdeckte der Einstellungsberater allerdings einen Schwachpunkt bei Lucia – ein Tattoo am Unterarm. »Das ist bei der Bayerischen Polizei noch nicht erlaubt, egal welche Zeichnung oder welcher Spruch«. Sturm sagt »noch«, weil die Bundespolizei diese Vorschrift mittlerweile schon gekippt hat und er sich vorstellen kann, dass auch die Bayerische Polizei schon bald nachziehen muss.

»Auch Action wie in TV-Krimis darf sich keiner vom Polizeiberuf erwarten«, ergänzt Claudia Fieseler, zuständig für Einstellungen bei der Polizei in Mühldorf. »Bei uns wird nicht mal geschossen«, so Fieseler weiter – zumindest meistens nicht.

Voraussetzung für den Einstellungstest bei der Bayerischen Polizei ist auch eine Mindestgröße von 1,65 Meter und in der Regel die deutsche Staatsbürgerschaft. Wenn Nicht-Deutsche fünf Jahre im Land leben, können sie sich auch bewerben. »Wir haben zum Beispiel auch Türken oder Kroaten im Polizeidienst, die müssen dann einen Test in ihrer Heimatsprache machen und die Polizei entscheidet anschließend, ob sie Beamte mit anderen Staatsbürgerschaften einsetzen kann«, so Fieseler.

Der Eignungstest ist übrigens nicht ohne, bei den Männern fallen 30 bis 40 Prozent durch, bei den Frauen rund 60 Prozent. Der Test ist anspruchsvoll und verlangt den Bewerbern vor allem sportlich und konditionell einiges ab. »Eine gute Note im Schulsport sagt da oft gar nichts«, so Claudia Fieseler. hud