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Betriebe suchen dringend Auszubildende und Fachkräfte

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In der Aula und in allen anderen Räumen herrschte bei der Berufsinformationsmesse in Traunreut reger Betrieb, wie hier am Stand des Altenheims »Pur Vital«. (Foto: Mix)

Traunreut – Bei der Berufsinformationsmesse an der Werner-von-Siemens-Mittelschule in Traunreut stellten 55 Aussteller rund 120 Ausbildungsberufe vor und suchten das Gespräch mit den Schülern. Durchwegs war von den Firmen zu hören, dass sie auf der Suche nach Lehrlingen sind. Aufgrund des Fachkräftemangels sei es vernünftig, die Mitarbeiter selber auszubilden und heranzuziehen. Die Jugendlichen und ihre Eltern nutzten die Chance eifrig, sich über die verschiedenen Berufsbilder und Ausbildungsbetriebe zu informieren.


Betriebe kamen aus der Region und aus Österreich

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»Das, was hier auf der Messe geboten wird, kann das Internet nicht ersetzen, das können auch wir Lehrer nicht leisten: das persönliche Gespräch zwischen den Betrieben und den jugendlichen Bewerbern«, betonte Schulleiter Dieter Flessa. Seine Schüler waren, mit »Berufserkundungsbogen« ausgestattet, unterwegs und mussten sich mindestens über zwei Berufsfelder ausführlich informieren.

Rund 120 Ausbildungsberufe deckten die Firmen ab, die vom Ein-Mann-Betrieb bis zum großen Industriebetrieb reichten und aus Traunreut, aus der Region und sogar aus dem benachbarten Österreich kamen. Durch die Bank erklärten die Aussteller, dass es beinahe schon Pflicht sei, an so einer Messe teilzunehmen, wenn man nicht das Nachsehen haben will. Es herrsche allgemein Mangel an qualifizierten, fachlich gut ausgebildeten Mitarbeitern und auch die bereitgestellten Lehrstellen könnten leider nicht immer besetzt werden.

»Wir haben schon seit drei Jahren keinen Auszubildenden mehr«, erzählte Dieter Eibl von der gleichnamigen Firma für Garten- und Landschaftsbau. Auch Monika Sandbichler, Geschäftsführerin der Kreis-Altenheime, betonte: »Wir versuchen alle möglichen Kanäle, um neue Mitarbeiter und Azubis zu bekommen.« Derzeit seien die drei Altenheime zwar noch recht gut aufgestellt, aber man müsse auch an die Zukunft denken.

Neben Handwerks- und Industriebetrieben waren auch Banken vertreten. »Wir sind immer auf der Suche nach motivierten Menschen, die Spaß haben am Umgang mit den Kunden«, erklärte Stefanie Fritz von den Volksbanken-Raiffeisenbanken. 15 bis 17 Auszubildende lernten in den Banken jedes Jahr, und wenn sie es wünschten, würden auch alle nach der Lehrzeit übernommen und könnten sich dann ein Spezialgebiet im Bankwesen aussuchen.

Sieben Lehrlinge in den verschiedenen Lehrjahren hat die Firma Brüderl derzeit, wie Fertigungsleiter und Ausbilder Markus Schupfner erläuterte. Das sei nicht zu viel, da ein Teil davon nach der Lehre andere Wege geht und man schon froh sein müsse, wenn wenigstens der eine oder andere bleibt.

Auszubildende sprachen über eigene Erfahrungen

Doch nicht nur die Betriebe profitieren von solchen Veranstaltungen. Als »sehr informativ« bezeichnete eine Gruppe Mädchen das Angebot. Zunächst hätten sie sich einen Überblick verschafft und seien dann ganz gezielt zu einzelnen Betrieben gegangen. »Die waren alle sehr nett und haben unsere Fragen zufriedenstellend beantwortet«, freuten sie sich. Als besonders nützlich bezeichneten sie es, dass viele Betriebe Auszubildende auf die Messe schickten. Diese berichteten aus eigener Erfahrung. Die Mädchen waren jedenfalls nach der Fragerunde in ihrem ursprünglichen Berufswunsch bestärkt und wussten dann auch, wie sie sich, wann sie sich und wo sie sich bewerben müssen. mix