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Berufsschüler helfen Kindern in Not

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Am Verkaufsstand gab es Selbstgefertigtes aus der Holz- und Metallabteilung sowie Eine-Welt-Waren und heuer zum ersten Mal auch Mützen, die von den Sekretärinnen gehäkelt worden waren.

Traunstein. Zum 34. Mal in Folge fand an der gewerblichen Berufsschule wieder die Aktion »Eine Welt und Not im eigenen Land« statt. Damit wollen Schüler und Lehrer den Schulalltag unterbrechen und den Blick auf Menschen in Not lenken, sei es im Landkreis Traunstein oder in Ländern Asiens, Südamerikas oder Afrikas.


Kurz vor den Weihnachtsferien wurde die Pausenhalle in der BS I an der Wasserburger Straße in Traunstein in der verlängerten Vormittagspause von vielen Schüler- und Lehrerhänden täglich in einen lebendigen Basar verwandelt: Neben alkoholfreien Drinks an der Sansibar – gemixt von Lehrkräften aller Abteilungen – gab es ein täglich wechselndes, kulinarisches Angebot wie zum Beispiel kleine Pizzas, frisch gebratene Bosnas, Röstkastanien, gebratene Mandeln, heiße Maroni und Punsch.

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Dazu konnte man bei der Tombola, beim »Heißen Draht« der Metaller oder am Dart-Stand der SMV gegen ein kleines Entgelt sein Glück versuchen. Wer davon noch nicht genug hatte, konnte noch an einem Nachmittag am Kuchenbuffet zulangen. Ein Verkaufsstand mit Eine-Welt-Waren und selbst gefertigten Geschenkartikeln aus verschiedenen Abteilungen ergänzte das Angebot. Dass die ganze Schulfamilie bei dieser Aktion aktiv war, zeigte sich auch daran, dass neben Schülern und Lehrern auch die Sekretärinnen mitmachten: Sei es beim Mixen an der Sansibar oder durch das Häkeln von Mützen für den Verkaufsstand.

Damit alle Schüler auch wissen, wie die erlösten Gelder verwendet werden, wurde jeweils vor der Pause in der Mensa für alle anwesenden Schüler eine Fotopräsentation gezeigt, in der die einzelnen unterstützten Projekte, unter anderem das in Traunstein unterstützte Haus für Mutter und Kind der Diakonie, vorgestellt wurden. Im Mittelpunkt stand das Hauptprojekt »The Nest« in Kenia, von dem die beiden Lehrerkollegen Christian Klauser und Martin Bugl aufgrund eines Vorortbesuches aus erster Hand berichten konnten. An die 100 Babys und Kindern, die ausgesetzt oder verlassen wurden, wird dort ein Zuhause gegeben.

Immerhin konnten im letzten Jahr 9627 Euro Erlös erwirtschaftet und an die Projekte weitergegeben werden. »Ob wir dieses Jahr wieder an diese Summe herankommen, steht noch nicht fest, aber wir sind auf bestem Wege dazu. Letztlich geht es nicht nur um den Erlös allein. Ganz wichtig ist auch die Bewusstseinsarbeit«, so der Organisator der Aktion, Lehrer Franz Deser. awi