weather-image
27°

Auszubildender für einen Tag

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Mit Fachoberlehrer Josef Dammer (hinten Mitte) freuten sich die Kurzzeitpraktikanten aus der Mittelschule über die gelungenen Backwerke.

Traunstein – Bei den Berufsorientierungswochen der Handwerkskammer für München und Oberbayern informierten sich Mittelschüler aus dem Landkreis Traunstein über verschiedene Ausbildungsberufe. Neben den Angeboten des Bildungszentrums in Haslach öffnete auch die Berufsschule I ihre Tore für den interessierten Berufsnachwuchs.


Schwerpunkte bildeten hier Ausbildungsberufe des Ernährungshandwerks: Konditor, Bäcker, Metzger und die dazugehörigen Schienen der jeweiligen Fachverkäufer. Es ist schon gute Tradition an der Berufsschule, dass neben einem Einblick in die Vielschichtigkeit der Ausbildungsberufe immer auch selbst ausprobiert und erkundet werden kann. Unter fachkundiger Leitung der Fachlehrkräfte entstanden so »freche Früchtchen« aus Marzipan, die kunstvoll und mit viel Kreativität modelliert wurden.

Anzeige

Konditormeister Simon Geierstanger attestierte den Gästen bereits viel Geschick und eine gute Feinmotorik – beste Voraussetzungen also für die spätere Ausbildung. Der Berufsschulstandort Traunstein steht für kurze Wege und ein breites Spektrum an Ausbildungsrichtungen und so ging es nur einen Fachraum weiter in die Bäckerei. Fachoberlehrer Josef Dammer nutzte das Interesse der jungen Besucher geschickt und produzierte eine Vielzahl unterschiedlicher Weizenkleingebäcke. Natürlich »mussten« die selbst hergestellten Waren auch verkostet und bewertet werden. Was wäre aber eine Semmel ohne den richtigen Belag, dachten sich die Organisatoren der Veranstaltung. Für die ideale Ergänzung sorgten deshalb die Metzger. Unterstützt von Auszubildenden der 11. Klasse stellten die Mittelschüler einige berühmte bayerische Spezialitäten selbst her.

Es herrschte durchaus Premierenstimmung als Metzgermeister Sebastian Krutzke und Oberstudienrat Friedrich Adler die frischen Weißwürste direkt aus dem Kessel zur Verkostung anboten. Mit so vielen Eindrücken hatten wenige gerechnet und deshalb fielen die Rückmeldungen entsprechend positiv aus: »Es war super, dass wir alles selber machen und dann auch probieren durften.« Oder: »Die Weißwürste waren die besten, die ich je gegessen habe.« So oder ähnlich äußerten sich viele Schüler nach Abschluss der Veranstaltung.

Karin Scholz von der Handwerkskammer, verantwortlich für die Planungen, freute sich mit Schulleiter Wolfgang Kurfer über die positiven Rückmeldungen. »Gerade die Ernährungsberufe brauchen dringend qualifizierten Nachwuchs, um dauerhaft eine regionale Versorgung der Bevölkerung mit gesunden und hochwertigen Lebensmitteln sicherzustellen«. Die Berufsschule I stehe bereit, auch künftig ihren Teil dazu beizutragen. Gerade in diesen Handwerksberufen gibt es offene Stellen und Ausbildungsangebote, über die die heimischen Handwerksfirmen und die Berufsschule gerne informieren. awi