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Auszubildende aus vier Landkreisen traten zur Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer an

Angehende Gastronomie-Fachkräfte zeigten ihr Können

In den Räumen der Gastronomie-Abteilung der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land in Freilassing traten jetzt 40 junge Menschen aus den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Rosenheim und Altötting zu ihrer Abschlussprüfung an. Sie beenden zum Ende des Winter-Schulhalbjahrs ihre Berufsausbildung und sollten nun ihr Können vor der von Armin Roßmeier geleiteten Prüfungskommission der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern zeigen.

Konzentriert arbeiteten die angehenden Köche in den Lehrküchen der Berufsschule an ihren Prüfungsmenüs. (Foto: Moosleitner)

Der theoretischen Prüfung folgte an zwei aufeinanderfolgenden Tagen der praktische Teil. Da herrschte in den Lehrküchen der Berusschule und dem angeschlossenen Servierraum reger Betrieb. Konzentriert arbeiteten die 18 angehenden Köche und die 22 angehenden Hotel- und Restaurantfachleute an den ihnen gestellten Aufgaben.

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Die Koch-Lehrlinge hatten schon zum Ende des Jahres 2016 erfahren, aus welchen zur Verfügung gestellten Zutaten sie bei der praktischen Prüfung ein ansprechendes Gericht herstellen sollten. An einem Prüfungstag waren das die Zutaten für gebratene Entenbrust mit Blattsalaten in Balsamico-Dressing und Orangenfilets als Vorspeise und als Hauptgericht Lachsforellenfilet gedünstet an Rieslingsoße, Mangold, Karotten und Blumenkohl mit Muschel-Risotto. Als Dessert konnten die Prüflinge Griesflammerie mit Glühweinkirschen und einem Hippenblatt auf den Teller bringen. Gespannt erwarteten die Gäste, was da als Ergebnis der Bemühungen in der Küche von den angehenden Restaurantfachkräften gekonnt serviert wurde.

Gaststättenverbands-Vorsitzender Johannes Hofmann erläuterte zwischendurch, wie sich die Berufsausbildung der angehenden Gastronomie-Mitarbeiter im Laufe der Zeit verändert hat. In früheren Jahrzehnten hatten die Prüflinge noch in die Berufsschule nach München fahren und dort auch ihre Prüfung ablegen müssen. Im praktischen Prüfungsteil hatten sie nicht gewusst, was auf sie zukommt und erst am Prüfungstag ihre Aufgabe in einer Art Losverfahren ziehen müssen. Die jetzt geltende Prüfung, zu der die angehenden Köche schon im Vorfeld den Warenkorb erfahren, aus dem sie ihr Prüfungsmenü machen sollen, biete den Prüflingen die Möglichkeit, ihre Kreativität zu zeigen, die für das Punkten bei den Gästen immer wichtiger werde, erläuterte Hofmann.

Entsprechend unterschiedlich seien dann auch die Ergebnisse ausgefallen, ergänzte Armin Roßmeier. Er sorgte dafür, dass an jedem Tisch unterschiedlich aussehende Gerichte aus den gleichen Zutaten serviert wurden und die Gäste so einen Eindruck von der Palette der Möglichkeiten erhielten, die die jungen Leute nutzen konnten.

Insgesamt gelang es den Prüflingen, bei den Gästen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Das bestätigte auch Landratsstellvertreter Helmut Fürle. Er gratulierte den erfolgreichen Prüfungsteilnehmern zum Abschluss ihrer Ausbildung und wünschte ihnen viel Erfolg im weiteren Berufsleben.

Eine Überraschung hatten auch noch die Schüler der Berufsfachschule für gastronomische Berufe parat: Sie kredenzten zum Abschluss neben anderen passenden Getränken auch noch ein dunkles Spezialbier, das sie mit Anleitung eines Braumeisters selber hergestellt hatten. -oo-