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16 Stunden auf dem Sattel

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16 Stunden war die Familie von Anna Dufter auf dem Rad unterwegs. Rund 170 Kilometer brachten die Inzeller dabei hinter sich.

170 Kilometer mit dem Rad, insgesamt 16 Stunden auf dem Sattel – das klingt nach einem anstrengenden Sommerurlaub. Doch im Nachhinein war es eine tolle Erfahrung mit vielen neuen Eindrücken. Unsere 14-jährige Praktikantin Anna Dufter berichtet von ihrer ersten großen Radtour in den Ferien. Es ging mit der Familie in drei Tagen von Inzell nach Grado in Italien.


Als mir meine Eltern den Vorschlag machten, war ich nicht sehr begeistert von der langen Radtour. Nur der Gedanke, dass wir danach noch eine Woche in Grado am Meer verbringen sollten, hat mich dann doch überzeugt.

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Die ersten 34 Kilometer führten nach Salzburg

Zunächst ging es mit dem Rad von Inzell nach Salzburg. Das waren 34 Kilometer, die nicht sonderlich anstrengend waren. Von dort fuhren wir dann mit dem Zug weiter nach Villach, wo wir eine Nacht verbrachten. Wir schliefen in einem kleineren Hotel, welches nicht weit vom Bahnhof entfernt war. Zeit für eine Stadtbesichtigung blieb uns leider nicht.

Am nächsten Tag führte uns der wunderschöne Alpe-Adria-Radweg entlang dem türkisblauen Fluss Fella bis nach Venzone. Das ist eine sehenswerte, gemütliche Stadt, die für ihre unzähligen, mit Lavendel geschmückten Läden bekannt ist.

Zuvor hatten wir die Stadt Tarvisio besichtigt, wo wir eine kurze Pause eingelegt hatten. Auch ich fing langsam an, Gefallen an unserer Radtour zu finden. Die Radstrecke war gar nicht so anstrengend, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Es ging eigentlich meistens schön flach dahin. Allerdings blieb der Tag nicht von Pannen verschont, doch während mein Papa meinen Reifen flickte, konnten meine damals 16-jährige Schwester und ich uns in dem Fluss abkühlen, da es sehr heiß war und wir uns nach einer kleinen Erfrischung sehnten.

Endlich an unserer Unterkunft in Venzone angekommen, waren wir durch die starke Hitze alle ziemlich müde. Bereits früh am nächsten Morgen ging unsere Tour weiter, da wir die Zeit nutzen wollten, in der es noch nicht so heiß war. Der schöne Radweg, der auf einem ehemaligen Gleis entstanden ist, führte uns noch am selben Tag an unser Ziel: Grado. Der Weg war sehr abwechslungsreich und die alten Zugtunnels dienten als gute Abkühlung.

»Es war ein tolles Gefühl, anzukommen«

Es war ein langer Tag, doch jeder von uns war voller Motivation und wollte noch am gleichen Tag das Meer erreichen. Also beschlossen wir nach einer kleinen Pause in Udine, noch das letzte Stück bis Grado zu fahren. Es war ein tolles Gefühl, dort anzukommen und zu wissen, dass man es geschafft hat. Jedoch sank unsere Laune auf der Suche nach unserer bereits gebuchten Anlage, welche eine gefühlte Ewigkeit dauerte. Letztendlich haben wir sie gefunden und hatten noch eine schöne Zeit in Grado.

Mit einem Unternehmen, welches sich darauf spezialisiert hat, Radfahrer von Grado zurück nach Salzburg zu fahren, sind wir wieder nach Hause gebracht worden.