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151 Firmlinge packten kräftig mit an

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Einen fetzigen Tanz präsentierte die Gruppe von Trainerin Xandi Gröbner. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Seit Anfang Januar bereiten sich die 151 Firmlinge des Pfarrverbandes Waging-Otting-St. Leonhard in 20 Projektgruppen auf die Firmung vor. Jetzt haben die Gruppen ihre Projekte vorgestellt. Den Andrang zur Präsentation konnte der Pfarrsaal kaum fassen – und was dann gezeigt wurde, war wirklich aller Ehren wert.


Den Auftakt der Präsentation machte eine Gruppe, die Osterkerzen dekorativ verziert hatte, angeleitet von Daniela Huber und Petra Zahnbrecher – eine Kerze für jede der Kirchen im Pfarrverband. Die Töpfergruppe unter Leitung von Doreen Maierhofer ließ aus Ton interessante Kunstwerke entstehen: darunter Hände, Engel, Sterne und Räuchergefäße, die auf einem Tisch präsentiert wurden. Ebenfalls eine große Vielfalt gab es in der anderen Ecke zu sehen, wo die Gruppe von Barbara Krautenbacher eine Vielfalt an Schokoladenkunstwerken geschaffen hatte.

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Mit Kindern gebastelt und Senioren gespielt

Weitere Firmgruppen bewegten sich quer durch die Generationen. Unter Leitung der ehemaligen Jugendpflegerin Michaela Weber beschäftigten sich gleich zwei Gruppen mit kleinen Kindern, bastelten mit ihnen und gestalteten eine Turneinheit. Die Gruppe Seniorenheim, geführt von Elli Heigermoser und Susi Rosenberger, backte Kuchen für die alten Leute zu einer Kaffeerunde, und es wurde gemeinsam gespielt. Im Jugendtreff betätigten sich die angehenden Firmlinge als Maler und strichen mit ebenso viel Kreativität wie Farbe eine Wand neu; ihr »Chef« war Jugendpfleger Samuel Bienzle.

Zusammen mit Verena Notbichler und Johanna Parzinger wurde in einer weiteren Firmgruppe fleißig gebacken. Den Kuchen gibt es für die Firmlinge, wie angekündigt wurde, nach der Beichte, die damit, wie Pfarrer Ager witzelte, »unter süßem Vorzeichen« stehe.

Kräftigeres Zupacken war von den Pflasterern gefordert: Unter fachkundiger Regie des gemeindlichen Bautechnikers Franz Fenninger wurde in St. Leonhard ein Stück Weges fachmännisch gepflastert. Technisches Können war auch in der Gruppe gefragt, in der unter Anleitung von Michael Roider ein Solarladegerät für Handys gebastelt wurde.

Um den Fußball ging es in der Gruppe von Jonas Eder und Johannes Poller: Hier steht der Höhepunkt noch bevor – ein Benefizspiel voraussichtlich am 18. April um 15 Uhr gegen eine Prominentenmannschaft; bereits gesetzt: Pfarrer Ager. Unter der Leitung von Agnes Thaller ging eine Gruppe auf Pilgerreise – und das gleich zwei Mal: einmal nach Maria Eck, das andere Mal auf den Mühlberg.

Mesnerin Tina Poller unterstützt

Mesnerin Tina Poller holte sich Unterstützung bei ihrer Arbeit von einer weiteren Firmgruppe: Die jungen Leute begleiteten sie bei ihren verschiedenen Aufgaben und halfen beispielsweise beim Anzünden der Kerzen oder beim Vorbereiten der Asche zum Aschermittwoch durch das Verbrennen geweihter Palmbuschen.

Feuerwehr war das Thema der Gruppe unter Leitung von Andreas Seehuber jun.: Dabei wurden die Feuerwehrhäuser in Waging und Otting besucht, außerdem musste als Übung eine Schlauchleitung gelegt und ein Feuer gelöscht werden.

Eine Party organisiert hat die Gruppe unter Leitung von Christian Hasenknopf und Theresa Poller: Die jungen Leute besorgten alles, was zu ihrer Firmparty notwendig war – von der Dekoration über die Getränke bis hin zur Musik. Musik spielte auch bei der nächsten Gruppe eine Rolle: bei den Tänzerinnen. Mit ihrer Trainerin Xandi Gröbner studierten einige Mädels eine Choreografie ein, für die es von den Besuchern im Pfarrsaal viel Beifall gab.

Sehr viel Arbeit hatte sich die Gruppe »Waldlehrpfad« gemacht, die unter Anleitung von Linda Babl rund um den Mühlberg Infotafeln aufstellte und vor einer Woche eröffnet (wir berichteten). Die Theatergruppe, vorgestellt von Helmut Schmid, wird sich des Themas »Fußball-WM in Brasilien« annehmen, dabei aber hinter die Kulissen blicken: Da werden die Besucher am 15. April Straßenkinder, Gangmitglieder und Dealer kennenlernen und in den Alltag abseits der Stadien hineinschauen.

20-minütigen Film in Waging gedreht

Krönender Abschluss der Präsentation war der rund 20-minütige Film der Gruppe um Susi Hötzendorfer und Monika Mader: An Schauplätzen in Waging wurde der Streifen gedreht, der einen flippigen jungen Mann zeigte, der von seinem Vater rausgeworfen, dann aber – als er durch seine Erfahrungen gewitzigt sein Fehlverhalten einsah – von diesem wieder aufgenommen wurde.

Ein weiterer großer Schritt zur Firmung am Donnerstag, 16. April, war der Vorbereitungsgottesdienst in Waging. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, da viele Eltern, Verwandte und Paten der Firmlinge aus dem Pfarrverband gekommen waren. Etwas Besonderes war auch der 50-köpfige Chor. Unter Leitung von Beate Altenweger haben sich zahlreiche Eltern gefunden, zu einem Chor zusammengetan und seit Wochen geübt. he