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Zeieringer Kapelle: Dach muss saniert werden

Grabenstätt. Da die Holzschindeldeckung auf dem Turm der Zeieringer Dorfkapelle im Winter offensichtlich von einem Specht schwer beschädigt wurde, meldete die Eigentümerfamilie Klauser-Mayer nun einen erheblichen Sanierungsbedarf an. Auch der Gemeinderat war sich in seiner jüngsten Sitzung einig, dass das Dach bald erneuert werden müsse, um das Eindringen von Nässe zu verhindern.

Ein Blickfang ist die malerische Kapelle in Zeiering. Allerdings muss das Turmdach des kleinen Gotteshauses nun für 6000 Euro aufwändig saniert werden. (Foto: Müller)

Da die Kapelle unter Denkmalschutz stehe, sei aber auch eine Beteiligung der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde im Landratsamt erforderlich, betonte Bürgermeister Georg Schützinger (CSU). Die Gemeinde wolle sich mit 1000 Euro an der voraussichtlich 6000 Euro teuren Sanierungsmaßnahme beteiligen. Die Gemeinderäte segneten den Beschlussvorschlag einstimmig ab. Gewöhnlich übernimmt die Gemeinde in solchen Fällen nur fünf Prozent der Gesamtkosten. Wie es hieß, hätten auch schon erste Gespräche mit der Kirche stattgefunden.

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Wenn die 1000 Euro der Gemeinde für den Erhalt des allgemeinen Kulturgutes nicht ausreichen sollten, müsse man noch etwas drauflegen, forderte Gemeinderätin Doris Biller (FWG). Gemeinderat Joseph Pfeilstetter (UWG) zeigte sich optimistisch, dass man es gemeinsam schaffen werde und verwies darauf, dass der Eigentümer in der Vergangenheit sehr viel in die Kapelle investiert habe. Auch der Erlös vom Maibaum-Aufstellen werde der Kapelle zugute kommen. Insgesamt befindet sich das 1840 errichtete kleine Gotteshaus innen wie außen in einem guten Zustand. Die letzte umfassende Sanierung erfolgte 1987 auf Eigeninitiative der Zeieringer und Eckeringer Bürger.

Auf der Tagesordnung des Gemeinderats stand auch die 10. Fortschreibung des Regionalplanes zum Thema Windenergie. Sie läuft derzeit beim Regionalen Planungsverband Südostoberbayern. Aus dem vorliegenden Entwurf der Regionalplanfortschreibung ergibt sich, dass der Gemeindebereich nach Abwägung aller Kriterien für einen möglichen Standort einer Windkraftanlage nicht infrage kommt. Auch auf dem entsprechenden Kartenmaterial sucht man einen solchen Bereich vergeblich.

Grabenstätt könnte bestenfalls ganz am nördlichsten Rang seines Gemeindegebietes, nördlich von Kraimoos, tangiert werden. Denn dort taucht ein möglicher Windkraftanlagenstandort in der Entwurfskarte auf. Die Gemeinderäte waren sich einig, dass hierzu keine gemeindliche Stellungnahme notwendig sei. mmü