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»Wir müssen tagtäglich für den Frieden kämpfen«

Traunstein. Begleitet von den Krieger- und Soldatenkameradschaften Haslach, Nußdorf, Otting und Traunwalchen sowie den Ortsvereinen hat die Krieger- und Soldatenkameradschaft Kammer ihren Vereinsjahrtag für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege begangen. Im Kirchenzug marschierten die Teilnehmer zur Pfarrkirche Johannes der Täufer, wo Pater Ferdinand Zech im Freien eine kurze Andacht hielt, die die Kapelle »Boarisch Blech« musikalisch untermalte. Im Anschluss an die kirchliche Feier fand beim »Wirtsstadl« das traditionelle Gartenfest statt.

Zur Totenehrung senkten die Fahnenabordnungen der Krieger- und Soldatenkameradschaften sowie der Kammerer Ortsvereine ihre Fahnen. (Foto: Buthke)

Pater Ferdinand sagte, man halte den Jahrtag, um das Andenken der Kriegsopfer zu ehren und für ihr Seelenheil zu beten, aber auch für die Verpflichtung, für den Frieden einzutreten, damit dieser zuverlässig Bestand habe.

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Oberbürgermeister Manfred Kösterke erinnerte nicht nur an die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs, sondern er wies auch angesichts der Namen auf der Gedenktafel auf die betroffenen Familien in Kammer hin. »Viele von uns kennen den Zweiten Weltkrieg nur noch aus Erzählungen«, sagte er. Für sie sei es wichtig zu erfahren, welche Gräuel im Krieg passiert seien. »Wir müssen tagtäglich für den Frieden kämpfen«, mahnte der Oberbürgermeister.

Man dürfe nicht vergessen, wie schrecklich Kriege seien, betonte auch der Vorsitzende der Kammerer Kameradschaft, Robert Maier, der am Kriegerdenkmal zum Lied vom »Guten Kameraden« eine Blumenschale abstellte. In Kammer ge-be es fast keine Familie, die nicht vom Zweiten Weltkrieg betroffen sei. Sein Gedenken galt nicht nur den Gefallenen und Vermissten der Weltkriege und der Bundeswehr, sondern auch den zivilen Opfern von Krieg und Gewalt. Bjr