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Umfassendes Werk über die Soleleitungen

Der Autor aus Ainring (Landkreis Berchtesgadener Land) sagte, dass es für ihn von Vorteil gewesen sei, dass sich vor ihm schon viele mit den alten bayerischen Soleleitungen beschäftigt haben und er so aus dem großen Schatz an Dokumenten, von Heimatforschern gesichert, schöpfen hat können. In den Archiven der Salinen habe er zudem aus einer Unmenge an Aktenbündeln, Plänen, technischen Zeichnungen wählen können. Nach eineinhalb Jahren intensiver Arbeit sei das Buch nun fertig.

Der Bau der Soleleitung von Berchtesgaden nach Rosenheim habe 1816 begonnen, so Kuglstatter. 1100 Arbeiter aus ganz Europa seien auf der Baustelle beschäftigt gewesen. Bis zur Fertigstellung habe der Bau fast 240 000 Gulden verschlungen. Der Autor erklärte, dass zum einen eine Strecke gefunden werden musste, die von den Höhenunterschieden her passte, und zum anderen Quellen nötig waren, die Aufschlagwasser mit solidem Druck liefern konnten.

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Mit eindrucksvollen Zeichnungen, Skizzen und Karten umrahmte Kuglstatter seine ausführliche Darstellung der Soleleitung. Aufmerksam lauschten die Besucher seinen interessanten Ausführungen und konnten dadurch einen Eindruck von der spannenden Dokumentation gewinnen.

Martin Kuglstatter habe ein umfassendes Werk geschaffen, lobte Bürgermeister Rudi Jantke. Als ehemaliger Mitarbeiter der Saline habe sich Kuglstatter auch im Ruhestand mit Herz und Verstand dieser Thematik gewidmet. Mit Rat und Tat zur Seite stand ihm auch der Grassauer Museumsleiter Dr. Klaus Thiele. Herausgeber ist der Markt Grassau.

Zur Veranstaltung waren auch Marianne Maier, die letzte Brunnwartin des Brunnhauses Nagling in Weißbach, sowie Jürgen Engl, der Standortleiter der Saline in Bad Reichenhall gekommen. Die musikalische Gestaltung übernahm die »Familienmusik Schroll« vom Hochberg.

Die knapp 300 Seiten starke Dokumentation von Martin Kuglstatter ist im Buchhandel (ISBN 978-3-00-038022-B) und im Museum »Salz und Moor« im Klaushäusl erhältlich. tb