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Startschuss für das Onkologische Zentrum Traunstein

Traunstein. Zur Eröffnung des Onkologischen Zentrums Traunstein hat im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG der erste Traunsteiner Krebskongress stattgefunden. In einer Feierstunde übergab der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Marcel Huber, dem Sprecher des neuen Onkologischen Zentrums, Professor Dirk Zaak, die Zertifizierungsurkunde.

Gesundheitsminister Marcel Huber (von links) übergab dem Sprecher des Onkologischen Zentrums Traunstein, Professor Dirk Zaak, Klinik-Vorstand Stefan Nowack und dem Stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Kliniken Südostbayern, Landrat Hermann Steinmaßl, die Zertifizierungsurkunde.

Huber sprach den ersten Bayerischen Krebsbericht an. Er enthalte wichtige Informationen, um in der Behandlung von Krebs voranzukommen, zum Beispiel welche Krebsarten in welcher Intensität vorhanden seien. »Der Bericht ist ein wichtiges Hilfsmittel, um die Dinge in die richtige Richtung zu bringen«, sagte Huber.

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Der Freistaat, so der Gesundheitsminister weiter, wende viel Geld auf, um eine hohe Qualität in der Krebstherapie auch in der Fläche zu halten. Die Stärken in den regionalen Zentren wie in Traunstein bei der Behandlung von häufig vorhandenen Krebsarten sah Huber im sozialen Umgriff der Patienten. »Wenn man diese Dinge regional anbieten kann, können die Patienten häufiger Besuche bekommen.«

Eine gute Gesundheitsvorsorge und medizinische Ausstattung der Kliniken spielten für die Lebensqualität der Menschen gerade im ländlichen Raum eine große Rolle, erklärte der Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Kliniken Südostbayern AG, Landrat Hermann Steinmaßl. Mit der Kliniken Südostbayern AG sei es gelungen, in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein sowohl die gesamte Bandbreite der medizinischen Versorgung zu erhalten, aber auch Schwerpunkte zu setzen. »Wir können einiges leisten, was man in München nicht besser machen kann«, sagte Steinmaßl mit Stolz.

Der Vorstand der Klinik-AG, Stefan Nowack, erklärte, man habe in Südostbayern ein großes Einzugsgebiet für Krebserkrankungen. Professor Zaak nannte als Ziel eine optimale regionale Versorgung auf hohem Niveau.

Der erste Traunsteiner Krebskongress bestand aus einem Tag für die Öffentlichkeit unter der Überschrift »Gemeinsam im Kampf gegen den Krebs«. Experten berichteten über Fortschritte in der Behandlung von Prostata-, Darm-, Brust-, Gyn- und Blutkrebs. Ferner ging es um Auswirkungen von Zucker, Vitaminen und Enzymen sowie um Sport als Vorbeugung und Therapie bei Krebs. An Ständen informierten Selbsthilfegruppen, Beratungsdienste, Brückenschwestern und Hospizdienste. Vorhanden waren begehbare Modelle von Darm, Brust und Prostata. Höhepunkt war die Veranstaltung mit Extremkletterer Thomas Huber zum Thema »Am Limit – Extremsituationen im Leben meistern«.

Am zweiten Tag gab es Fachvorträge für Ärzte über Früherkennung, Vorteile der Behandlung in Onkologischen Zentren, Verlauf von Brustkrebserkrankungen, moderne Strahlentherapie in der Krebsbehandlung, genbasierte Diagnostik als Zukunft in der Onkologie und Palliativmedizin in der letzten Lebensphase. Bjr