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Neuer zweiter Vorsitzender wird Ludwig Lukas – Nachwuchssorgen bei den Trachtenkindern: »Wir brauchen mehr Buben«

Sepp Fleischmann bleibt Vorstand der Grabenstätter Trachtler

Grabenstätt – Vorstand Josef Fleischmann steht auch in den kommenden drei Jahren an der Spitze des GTEV »Chiemgauer« Grabenstätt. Dies ergaben die Neuwahlen bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Grabenstätter Hof. »Ich bedanke mich für das Vertrauen und nehme die Wahl an«, freute sich Fleischmann über das einstimmige Wahlergebnis.

Ludwig Lukas (Mitte) ist der neue Zweite Vorstand des Trachtenvereins »Chiemgauer« Grabenstätt. Es gratulierten der wiedergewählte Vorstand Josef Fleischmann (rechts) und Bürgermeister und Ehrenvorstand Georg Schützinger. (Foto: Müller)

Ebenfalls einstimmig wählten  die  Mitglieder  Ludwig Lukas zum neuen Zweiten Vorstand. Er beerbt damit seinen Schwiegervater Franz Wiesholler, der sechs Jahre Stellvertretender Vorstand und zuvor 24 Jahre Jugendleiter war. In ihren Ämtern bestätigt wurden Kassierin Gerlinde Daxenberger und Schriftführerin Hildegard Probst.

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Mathias Heitauer und Konrad Berger bleiben weiterhin Beisitzer. Weiterer Beisitzer wird der bisherige Vorplattler Michael Kaindl. Stellvertretende Kassiere sind Vroni Juretschke und Johann Wimmer. Kassenprüfer bleibt Andreas Lindlacher. Zur Seite steht ihm nun Franz Wiesholler. Er rückt für Josef Juretschke nach, der das Amt des Kassenprüfers rund 40 Jahre ausführte. Ehrenvorstand und Bürgermeister Georg Schützinger gratulierte der neu gewählten Vorstandschaft. Zur zurückliegenden Wahlperiode sagte er, sie sei mit dem 100. Gründungsfest 2013 nicht leicht gewesen und dennoch sehr gut gelaufen.

Kiesgrubenfest »bei tropischen Temperaturen«

Vorstand Fleischmann erinnerte an die Fahrt zur »Grünen Woche« nach Berlin, bei der »wir den Chiemgau mit 50 Grabenstätter Trachtlern würdig vertreten haben«. Erwähnt wurden auch das gut besuchte Musi- und Trachtenkranzl, das Maibaumaufstellen am Marktplatz und an der Grundschule, die 64. Trachtenwallfahrt des Gauverbands I nach Maria Eck und der großartige Gauheimatabend, der erstmals in Grabenstätt stattfand. Das eigene Kiesgrubenfest sei »bei tropischen Temperaturen« über die Bühne gegangen, so Fleischmann. Besondere Erwähnung fanden auch das Fünf-Vereine-Preisplattln in Grabenstätt und das Sechs-Vereine-Preisplattln in Feldwies mit »sehr guten Ergebnissen«.

Beim Gaupreisplattln in Ruhpolding hat Matthias Wiesholler nach drei Siegen in Folge diesmal den zweiten Platz errungen, lobte Fleischmann dessen beachtliche Leistungen. Ein Sonderlob verteilte er an die Jugendleiter Hans Stefanutti junior, Michaela Richter, Sabine Fleischmann, Hans Purzeller und Christine Lukas. Ein großer Dank gebühre der Aktiven-Gruppe, die »immer die meiste Arbeit hat«, dem bisherigen Ersten Vorplattler Michael Kaindl, dem bisherigen Zweiten Vorplattler Mathias Heitauer, der bisherigen Ersten Vortänzerin Veronika Huber und der bisherigen Zweiten Vortänzerin Anna Muggenhamer.

Personelle Veränderungen bei den Vorplattlern

»Die Aktivengruppe besteht momentan aus zirka neun Paaren«, betonte Michael Kaindl. Man freue sich darüber, dass »heuer noch einige von der Jugend zu uns kommen«, so Kaindl weiter. Ein besonderes Erlebnis seien die Auftritte der Aktiven und der Schnalzer auf der »Grünen Woche« in Berlin gewesen. Bei den Vorplattlern und Vortänzerinnen gab es unlängst einige personelle Veränderungen. Erster Vorplattler ist nun Mathias Heitauer, Zweiter Vorplattler Lukas Wimmer, Erste Vortänzerin Anna Muggenhamer und Zweite Vortänzerin Vroni Huber.

»Auf den Tag genau vor zwei Jahren haben wir uns gegründet«, erinnerte Christoph Lex von der Goaßlschnalzer-Gruppe. Diese setze sich derzeit aus acht Goaßlschnalzern und drei Musikanten zusammen und könne noch Zuwachs gebrauchen.

Auf rund 60 Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 16 Jahren verwies Jugendleiter Hans Stefanutti jun. und mahnte sogleich an: »Wir brauchen nach wie vor mehr Buben«. Zwei Drittel des Vereinsnachwuchses seien Mädchen. Die Trachtenkinder hatten im Vorjahr unter anderem ihren Spaß bei der »Wintergaudi« in Inzell, dem Ausflug ins österreichische Neukirchen an der Vökla, beim Maibaumstehlen im Kindergarten und natürlich bei den diversen Auftritten. Außerdem habe man an die 50 Proben absolviert, so Stefanutti. Von einem erfreulichen Kassenstand berichtete Kassierin Gerlinde Daxenberger.

Auch heuer wieder zahlreiche Termine

Zu den wichtigsten Terminen des Jahres zählen das Musi- und Trachtenkranzl am 7. Februar im Gasthof zur Post, der Ehrungsheimatabend am 17. April, die 65. Trachtenwallfahrt nach Maria Eck am 17.  Mai, das Kiesgrubenfest am 24. Mai, das Vereinspreisplattln am 31. Juli und das 150. Gründungsjubiläum des ZSG Grabenstätt vom 6. bis 9. August. Die eigene Bewerbung für den Trachten- und Schützenzug beim Oktoberfest laufe noch, verriet Fleischmann. mmü