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Schäffler weihten den Brotbackofen ein

Traunstein. Mit einer fröhlichen Feier wurde der Brotbackofen, den die Schäfflertanzgruppe der Kolpingfamilie Traunstein der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule aus dem Erlös ihrer Auftritte im Fasching gespendet hatte, jetzt eingeweiht. Mit den Worten »Wir wollen den Brotbackofen und alle, die ihn benutzen, dem Segen des Herrn anvertrauen« gab Diakon Eberhard Spörlein den kirchlichen Segen dazu.

Der Brotbackofen der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule wurde eingeweiht. Dass er funktioniert, davon überzeugten sich (von links) Ehrenschäfflermeister Sebastian Eisenreich, Hobby-Bäcker Martin Lenzund Schäfflermeister Hannes Huber.

Der Backofen sei zwar ein Geschenk des Himmels, aber nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis der Arbeit der Schäffler, erklärte Spörlein. Der Himmel sei immer dort, wo Menschen über den Tellerrand hinaus schauten, und denen es nicht egal sei, wie es anderen gehe. Brot als Lebensmittel, also als Mittel zum Leben, sei nie Selbstzweck. Es fördere auch die Gemeinschaft.

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Oberbürgermeister Manfred Kösterke freute sich über die Gelegenheit, allen Beteiligten, den Schäfflern, Marketenderinnen und Musikanten der Stadtmusik Traunstein sowie der Musikkapelle Surberg-Lauter, zu danken. Neben vielen interessanten Erlebnissen sei das hervorragende finanzielle Ergebnis wichtig gewesen, das sie dabei für soziale Zwecke eingespielt hätten. Mit dem Backofen könne den Schülern eines der ältesten Handwerke, das Brotbacken, vermittelt werden. Brot gehöre neben Wasser zur Erfüllung der Grundbedürfnisse. Wasser sei da, Brot müsse man jedoch erst herstellen.

Ehrenschäfflermeister Sebastian Eisenreich erinnerte daran, dass die Schäffler nicht nur das Geld für den Backofen gespendet, sondern rund 168 Stunden lang beim Aufbau des Ofens geholfen hätten. Unterstützt hätten sie dabei Schüler der Klasse 8 cm. Die Bauzeit habe einen Monat gedauert.

Dass der Backofen auch funktioniert, davon überzeugte sich Eisenreich an Ort und Stelle. Zusammen mit Schäfflermeister Hannes Huber und Hobby-Brotbäcker Martin Lenz holte er die frischen Backwaren aus dem Brotbackofen. Da der Mensch vom Brot allein nicht leben kann bzw. will, gab es dazu frische Butter und warmen Leberkäs. Die Brotzeit wurde gemeinsam in der Aula der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule eingenommen. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Stadtmusik Traunstein und die Musikkapelle Surberg-Lauter. Bjr