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Rund 160 Pferde sind beim Leonhardi-Ritt dabei

Wonneberg. Der Leonhardi-Ritt in St. Leonhard am kommenden Sonntag ab 10 Uhr steht diesmal unter einem traurigen Stern: Peter Parzinger, 15 Jahre lang Vorsitzender des Leonhardivereins und Organisator des Rittes, ist vor kurzem gestorben. Jetzt liegt die Last der Organisation bei seinem Stellvertreter Matthias Mader aus Köpfelsberg. Um die 160 Pferde, schätzt er, werden wohl auch in diesem Jahr wieder dabei sein, wenn das Wetter einigermaßen mitmacht. Auch acht Festwagen und eine Kutsche werden mitfahren.

Prächtig geschmückte Gespanne werden auch in diesem Jahr beim Leonhardi-Ritt in St. Leonhard zu sehen sein – wie etwa der Festwagen der Waginger Trachtler, der auch vergangenes Jahr am Ritt teilgenommen hat. (Foto: H. Eder)

Der Tag beginnt traditionell mit dem Schießen, zunächst zum Tagläuten um 6 Uhr und dann nochmals zum Erstläuten um 8 Uhr. Eine kleine Änderung gibt es gegenüber den Vorjahren: Der Patroziniumsgottesdienst in der Kirche St. Leonhard beginnt diesmal schon um 8.30 Uhr. Pfarrer Helmut Bauer aus Traunstein wird den Festgottesdienst halten und den Ritt dann hoch zu Ross begleiten.

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Die Reiter mit ihren Pferden sammeln sich im Weiler Köpfelsberg. Von dort aus ziehen alle nach St. Leonhard, dann geht es um das Dorf herum den Hochweg entlang in Richtung Ruhsdorf. Von dort geht es wieder zurück ins Dorf, wo die Pferde gesegnet werden. Der Ritt führt dann am Schulhaus vorbei und über den kleinen Weg bis zum Feuerwehrhaus, anschließend geht es noch zweimal um das Dorf herum. Während des Umzugs ist die Ortsdurchfahrt von St. Leonhard gesperrt.

Schon immer haben sich die Menschen viel Mühe gemacht, zu diesem Anlass Pferde und Wagen schön zu schmücken. Der ursprüngliche Sinn des Rittes war ein religiöser: Die Menschen baten im Gottesdienst um den Schutz des Heiligen für Stall und Haus. Der Pfarrer segnete dann beim Umritt die Pferde, um Krankheiten und Schaden von ihnen fernzuhalten. he