weather-image

Mickrige Trauben im Traunsteiner Weingarten

Traunstein. Zuerst sechs Monate mit den Füßen im Wasser, danach sechs Wochen mit dem Kopf in der prallen Sonne. Das hält kein Mensch aus, geschweige denn ein Rebstock. Entsprechend desolat präsentiert sich derzeit der 2005 von den Winzern des Pfälzer Weinfestes und der Stadtgärtnerei am Traunsteiner Rathaus angelegte Weingarten.

Für die Pflege des Weingartens bekamen Klaus Oberkandler (von links), Reinhard Niederbuchner und Josef Häusler (rechts) Tipps von Winzerin Stefanie Herbst. (Foto: Buthke)

Dauerregen und Hitzewelle setzten Trauben zu

Anzeige

Anlässlich des Pfälzer Weinfests wurde er nun von Winzerin Stefanie Herbst zusammen mit Oberbürgermeister Manfred Kösterke, Bürgermeister Axel Wassyl sowie den Weingarten-Beauftragten – Stadtrat Josef Häusler, Stadtgärtnerei-Leiter Reinhard Niederbuchner und Klaus Oberkandler – inspiziert.

Erst standen die Rebstöcke wegen des wochenlangen Regens, der wegen der unter dem Weingarten befindlichen Rathaustiefgarage nicht abfließen konnte, ständig im Wasser, dann brannte die Sonne erbarmungslos mit teilweise über 30 Grad auf die Pflanzen. Die Trauben der Sorte Birstaler Muskat sind daher heuer sehr »mickrig« ausgefallen.

Die Winzerin gab den Traunsteinern für die weitere Pflege wertvolle Tipps. So etwa bezüglich des Zuschneidens: Es müssen Doppeltriebe abgeschnitten werden und es sind je Traube mindestens sieben Blätter notwendig. Außerdem soll demnächst mehr Humuserde aufgebracht werden, damit die Humusdecke etwas dicker wird und die Rebstöcke mehr Nährstoffe erhalten, ergänzte der Oberbürgermeister.

Hoffen auf das nächste Erntejahr

Vielleicht wird dann die Traubenausbeute im kommenden Jahr besser, sodass Schnapsbrenner Klaus Oberkandler daraus wieder seinen »Traunsteiner Obstbrand Weintraube« herstellen kann. Heuer konnte er jedenfalls keine Flasche von dem Obstbrand an die Teilnehmer der Besichtigung verschenken, weil bereits im vergangenen Jahr wegen Trockenheit die Ausbeute ebenfalls zu wünschen übrig ließ. Bjr