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Kleinvermieter organisieren sich

Schleching. Eine Gruppe von Chiemgauer Gastgebern machte in einer regionalen Gastgeberversammlung in Schleching auf ihre Probleme aufmerksam. Kleinvermieter können nur Übernachtungen anbieten und sind damit besonders auf die ergänzenden Angebote der Gemeinden und der Tourismusverbände angewiesen. Sie haben dabei aber kaum Möglichkeiten zur aktiven Mitwirkung.

Eine Präsentation von Hans Treziak zeigte, wie die geworbenen Gäste auf dem Vermarktungsweg zum Gastgeber wieder verloren gehen. Hingewiesen wurde auch darauf, dass die regionale Onlinebuchung mit einem Marktanteil von nur zwei Prozent unbedeutend sei. In der Vermarktung müsse man neue Wege gehen; doch dafür bräuchten Gastgeber einen verlässlichen Rahmen.

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Der Kreisvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes (BHG), Peter Stocker, sagte, dass der BHG die den Vermietern vorgelegten neuen IRS-Verträge prüfen ließ. Wegen zahlreicher problematischer Stellen im Vertrag habe man beim Vorsitzenden des Vereins IRS 18 um Stellungnahme gebeten.

Jürgen Gstatter von der Vereinigung der Ruhpoldinger Vermieter zeigte, dass selbst öffentliche Statistiken uminterpretiert werden, um vermeintliche Erfolge im kommunalen Tourismus zu belegen. Er wies darauf hin, wie erfolgreich Zusammenarbeit unter Vermietern sein könne.

Über neue Wege der Selbstvermarktung sprach Sepp Hohlweger. Er erläuterte kurz seinen Weg vom Bauernhof mit sechs Gästebetten zu einem Anbieter von Ferienwohnungen im Fünf-Sterne-Segment sowie seine Online-Marketingstrategie.

In der Diskussion betonte Landratsstellvertreter Sepp Kornhäuser, dass ein Zusammenschluss der Kleinvermieter politisch gewollt sei und man ihn für nötig hält. Spontan fanden sich dann bei der Versammlung bereits Gastgeber aus fünf Gemeinden zusammen, die sich engagieren wollen.