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»Keine zweite Chance für den ersten Eindruck«

Bei wem grünt's und blüht's am schönsten? Beim Wettbewerb »Der Vorgarten – die Visitenkarte des Hauses«, veranstaltet vom Landratsamt Traunstein und dem Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege, gab's 87 Preisträger aus den 44 Gartenbauvereinen des Landkreises (siehe nebenstehenden Artikel). Bei einem Festabend im Michlwirt in Palling zeichneten Landrat Hermann Steinmaßl und Kreisvorsitzender Michael Luckas die Gewinner aus.

Kreisvorsitzender Michael Luckas (links) und Traunsteins Landrat Hermann Steinmaßl (rechts) mit der Vorsitzenden des Traunsteiner Gartenbauvereins, Barbara Jamnik (Zweite von rechts), und den Preisträgern aus Traunstein, (von links) Rita Jobst sowie Regine und Hans Hösch. (Foto: Waldherr)

Georg Unterhauser, Kreisfachberater am Landratsamt und Geschäftsführer des Kreisverbands, führte durch den Abend und zeigte Fotos der prämierten Gärten. Die Diaschau enthielt auch viele stimmungsvolle Bilder von Blumen und Blüten, Insekten, von der heimischen Vogelwelt, von Käfern, Spinnennetzen im Morgentau, Obst und Gemüse.

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Michael Luckas, Vorsitzender des Kreisverbands Traunstein, erläuterte, dass alle drei Jahre ein spezielles Thema prämiert werde. Heuer habe sich die Aufmerksamkeit auf die Vorgärten gerichtet. Ein Vorgarten sei ein ganz besonderer Bereich, den jeder Besucher sofort sehe und aus dem er Schlüsse auf die Bewohner ziehe. Luckas sagte dazu: »Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck.« Auf ganz unterschiedliche Art und Weise hätten die prämierten Gartler ihre Vorgärten gestaltet, egal ob Bauernhaus oder Siedlerhaus.

Landrat Hermann Steinmaßl betonte, dass viele Menschen zu uns kämen, weil es bei uns so schön und erholsam sei. Sie würden über die schönen Häuser staunen und sich über den reichlichen Blumenschmuck freuen. Den Vorgarten nannte Steinmaßl »ein Aushängeschild der Familie, ein individuelles Kunstwerk«. Der Landrat dankte allen Preisträgern für ihre Mühe, die sie aufgewendet haben, und allen, die bei der Organisation des Wettbewerbs mitgeholfen haben, allen voran Georg Unterhauser mit seinen fleißigen Helfern, dem Kreisverband mit Michael Luckas, ebenso den örtlichen Gartenbauvereinen und -vorständen. Steinmaßl und Luckas überreichten allen Preisträgern eine bemalte Keramik-Relieftafel mit einem Vorgartenmotiv.

Der bekannte Pallinger Vogelstimmen-Imitator Helmut Wolfertstetter unterhielt das Publikum mit seiner Kunst. Er zwitscherte den (»Alltags«-) Gimpel, selbigen auf Brautschau, die Amsel, den Zilpzalp, Buchfink und Fichtenkreuzschnabel, Blau- und Kohlmeise, die Nachtigall und weitere gefiederte Freunde, die an das Futterhäuschen kommen. Als Clou brannte er für die Preisträger ein akustisches Feuerwerk ab und erhielt für seine Darbietungen viel Applaus vom Publikum.

Rupert Mayr erfreute die Zuhörer mit einem Festvortrag zum Thema »Fröhliches Staunen durch ein Leben in Harmonie mit der Natur«. Er appellierte, die Botschaften der Natur wahrzunehmen – das Summen der Bienen, das Wachsen und Blühen im Einklang mit der Natur, den Reichtum des Obstbaus auf Streuobstwiesen. Dünger dagegen störe die Natur. Die Gartler sollten sorgsam ihren Komposthaufen beobachten und nach etwa eineinhalb Jahren die gute Erde, die sich gebildet hat, für weitere Kulturen nutzen. cw