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Jugendgroßübung der Stadtfeuerwehren

Traunreut. Rund 30 junge Nachwuchsfeuerwehrler eilten nach Frühling, um dort eine brennende Maschinenhalle zu löschen. Die Halle brannte allerdings nicht wirklich. Das Szenario wurde nur für die jährliche Jugendgroßübung aller fünf Stadt-Feuerwehren angenommen.

Bei der jährlichen Gemeinschaftsübung der Jugendgruppen in den fünf Traunreuter Feuerwehren war eine brennende Maschinenhalle in Frühling zu löschen. (Foto: Pia Mix)

Jedes Jahr im Herbst üben die Jugendgruppen der Feuerwehren im Stadtgebiet von Traunreut gemeinsam, heuer war die Freiwillige Feuerwehr Pierling Ausrichter. Angenommen wurde der Brand einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle mitten in Frühling. Besonders bei dem Brand war, dass die Wasserversorgung für die Löscharbeiten zum einen aus einem Hydranten und zum zweiten aus dem Weiher in Frühling hergestellt werden musste und lange Schlauchleitungen zu verlegen waren.

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Kreisbrandmeister Josef Walter beobachtete den Ablauf der Übung genauestens und zeigte sich mit der Leistung der Jugendlichen sehr zufrieden.

Allgemein ist die Zahl der Jugendlichen in den Traunreuter Feuerwehren seit einiger Zeit rückläufig und es wird immer schwieriger, Buben und Mädchen für den Dienst bei der Feuerwehr zu begeistern. Zu groß ist das Angebot an Freizeitbeschäftigung und der Druck, dem die jungen Leute durch Schule, Sport und eventuell noch Musikunterricht eh schon ausgesetzt sind, ist enorm. Schulischen und anderen Aktivitäten war es auch zuzuschreiben, dass von den insgesamt bei den Feuerwehren registrierten 49 Jugendlichen nur etwas mehr als die Hälfte an der Übung teilnehmen konnte.

Sehr mit dem Rückgang der Interessenten zu kämpfen hat die Freiwillige Feuerwehr Traunreut. Derzeit sind vier Jugendliche in der Jugendgruppe, demnächst sind es nur noch zwei, wenn die beiden anderen zu den Aktiven kommen, und nächstes Jahr gibt es gar keine Jugendgruppe mehr, wenn sich nicht noch drastisch was ändern sollte. Alle Bemühungen und Aktionen der Traunreuter Feuerwehr haben bisher nichts den erhofften Erfolg gebracht. Nicht ganz so schlimm sieht es in den Außenbereichen aus. In Matzing gibt es derzeit sechs Mitglieder in der Jugendgruppe, in Pierling sind es neun, was nach Meinung des Kommandanten Gerhard Freutsmiedl ein ganz normaler Wert für eine Feuerwehr dieser Größe ist. Besser ist es im Moment noch in Traunwalchen, wo zwölf Jugendliche dabei sind, und in Stein mit 18. Dabei zeigt sich deutlich, dass in den Dörfern offensichtlich mehr junge Menschen für den Dienst bei der Feuerwehr gewonnen werden können als in der Stadt. In den Dörfern kennt man sich untereinander und, wie ein Bub aus Matzing meint: »Es gehört sich einfach, dass man zur Feuerwehr geht, meine Schwester ist auch schon dabei«.

Und dass es auch Spaß machen kann, bei der Feuerwehr dabei zu sein, zeigen unter anderem die jährliche Gemeinschaftsübung und das anschließende Zusammensein. Wie Einsatzleiter Martin Danner von der Freiwilligen Feuerwehr Pierling betonte, wird den Jugendlichen dabei die Möglichkeit gegeben, das Erlernte unter Einsatzbedingungen auszuprobieren. Außerdem komme die Gaudi dabei nicht zu kurz und die Geselligkeit. Und trocken bleibt bei so einer Übung meist keiner der Jugendlichen. mix