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In Waging fehlen barrierefreie Wohnungen

Waging am See. Manfred Biffar, seit gut vier Jahren Behindertenbeauftragter der Marktgemeinde, hat im Gemeinderat einen Zwischenbericht abgegeben. Demnach sind in Waging aktuell 616 Menschen mit Behinderung registriert, zehn Prozent mehr als vor vier Jahren. Darunter sind zwei Rollstuhlfahrer.

Menschen mit Behinderung können jeden ersten Donnerstag im Monat in der Tourist-Information seine Sprechstunde nutzen und mit ihren Sorgen zu ihm kommen. Im vergangenen Jahr kamen 29 Betroffene zu ihm. Immer mehr wenden sich an ihn auch per Telefon. Urlauber hätten bisher überhaupt noch keine Anfragen an ihn gerichtet.

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Die Anfragen, die ihn erreichen, beziehen sich auf eine breite Palette von Themen »vom Autorabatt bis zum zentralen Schlüssel für Behindertentoiletten«. Seinen Erfahrungen zufolge fehlen in Waging barrierefreie Wohnungen; so sei immer wieder mal seine Hilfe bei Wohnungswechseln gefragt. Wichtig ist Biffar die Zusammenarbeit mit dem VdK, von guter Teamarbeit geprägt sei auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den einschlägigen Organisationen. Auch sei er gut eingebunden in die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen in den anderen Gemeinden des Landkreises unter Führung von Christine Marino, der Landkreis-Behindertenbeauftragten.

Biffars Fazit: »Waging ist behindertenfreundlich«. In dem Zusammenhang erwähnte er die Heime der Lebenshilfe und ein »vorbildliches Altenheim«. Lob spendete er dem Bürgertaxi, das Willi Reiter ehrenamtlich fährt: Dessen Klientel sind Menschen, die sonst keine Möglichkeit haben, zum Einkaufen oder zum Arzt zu kommen. Für Reiters Engagement gab es im Gemeinderat Beifall.

Applaus gab es auch für Biffar und seine Arbeit. »Mit ihm haben wir jemanden, der mit Herzblut dabei ist«, sagte Bürgermeister Herbert Häusl. »Einen besseren könnten wir nicht finden.« he