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Einheimischen-Modell bleibt – Zuschuss für die Marianische Männerkongregation Petting

Herrscht bald Chaos am Sportplatz?

Petting – Aus dem Bericht von Bürgermeister Karl Lanzinger, man habe sich die Situation am Sportplatz angesehen, entwickelte sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung eine veritable Diskussion über Details. Zum Beispiel darüber, ob man den Parkern ihre Plätze vorgeben müsse.

Die Autos sollen weg von der Straße. Der Gemeinderat diskutierte über die neu geschaffene Parkfläche am Sportplatz. (Foto: Höfer)

Der Fußweg beim Kindergarten wird weitergeführt in Richtung Sportplatz; am Grundstücksende soll die Straße überquert werden. Der von dort weiterführende Gehweg auf der Ostseite soll laut Lanzinger verhindern, dass weiterhin geparkt wird. »Die Autos stehen mit der Schnauze zum Zaun und mit dem Heck teilweise einen halben Meter in den Straßenraum«, so seine Erfahrung, »das ist ungut und gefährlich«. Vorne am Gebäude werden einige Stellplätze für Behinderte entstehen; der Radweg von Süden kommend wird dort enden. Drei zusätzliche Leuchten sollen den Fußweg sicher machen.

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Philipp Strohmeyer fragte nach einem möglichen Zebrastreifen am Übergang. »Damit sind wir bisher immer gescheitert«, erinnerte der Bürgermeister, unter anderem deshalb, weil die erforderliche Frequenz nirgends zu erreichen war. »Hier könnte man doch mit dem Sportbetrieb argumentieren«, blieb Strohmeyer dabei. »Und man hätte mit dem Übergang einen Zwangspunkt«, unterstützte ihn Franz Vordermayer. Nicht jeder sei ein Freund von Zebrastreifen, verwies Lanzinger auf vergangene Verkehrsschauen in der Gemeinde, es herrsche hier freie Sicht in beide Richtungen. »Es sind einfach dort zu wenig Fußgänger«, ist der Rathauschef überzeugt, denn viele kämen mit dem Rad oder dem Auto.

Stichwort Auto. Die sollen vor allem weg von der Straße. Deshalb ist dort eine große Parkfläche entstanden. »Strukturieren wir die?«, fragte Vordermayer. Roland Krammer würde eine Struktur vorgeben, »quer oder da Längs«. Andernfalls erwartet er Chaos, »und die Leute sollen doch gerne reinfahren.« »Nicht so tragisch«, sieht das Strohmeyer, gegebenenfalls könne man immer noch reagieren. »Die Leute stellen sich doch nicht einfach mitten rein«, meinte auch Lanzinger, und ein Aufmalen sei auf dem kiesigen Untergrund ohnehin nicht möglich.

»Mit Pflanzen oder Baumreihen«, schlug Krammer vor, »das schaut auch noch schön aus«. Ein Zelt drauf zu stellen, sei dann nicht mehr möglich, gab Lanzinger zu bedenken, worauf Theo Paststötter auf Engelsberg verwies, wo Bäume im Bierzelt standen: »Das war schön.« »Stangen sind immer möglich«, beendete der Bürgermeister die Diskussion, man könne jederzeit reagieren. Über die ganze Planung abstimmen wird das Gremium dann, wenn der Plan vorliegt.

Franz Vordermayer erinnerte die Kollegen daran, dass man ab dem Frühjahr die Baugrundstücke in Ringham vergeben wolle. »Wie schaut es aus mit dem Einheimischen-Modell? Müssen wir das nicht rechtssicher der neuen Rechtslage anpassen?« »Wir sind diejenigen, die verkaufen«, machte Geschäftsleiter Reinhard Melz deutlich und verwies auf »die normative Kraft des Faktischen«. Eine Anpassung brächte Kriterien, die keiner wolle. »Dann können wir es vergessen.«

Die Marianische Männerkongregation Petting feiert demnächst ihr 150-jähriges Bestehen. Nach eigener Aussage verfügt die Pfarrgruppe nur »über ein sehr geringes Bankkonto«, weshalb man von der Gemeinde eine Spende in Höhe von 150 oder 200 Euro erbat. Martin Häusl wusste, dass von dem Zehn-Euro-Jahresbeitrag die Hälfte an den Verband abzuführen sei, sodass für die 45-köpfige Ortsgruppe nicht viel bleibe. »Eine Unterstützung wäre gut.«

»Ich bin für 200 Euro«, kam Klaus Haunerdinger möglichen anderen Vorschlägen zuvor. Auf die Frage aus dem Gremium, wann mit der nächsten Spendenbitte zu rechnen sei, antwortete Häusl: »Wahrscheinlich werden die 200 Jahre wieder größer gefeiert.« Die Zustimmung war einhellig. höf