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Hauptamtlicher Rathauschef für Kirchanschöring?

Kirchanschöring. Gemeinderatsmitglied Hermann Gschirr hat in der jüngsten Kirchanschöringer Gemeinderatssitzung beantragt, in der nächsten Amtszeit einen hauptamtlichen Bürgermeister in Kirchanschöring einzusetzen. Unterstützung fand er bei Hans Armstorfer, der ebenfalls darum bat, dieses Thema bald-möglichst auf die Tagesordnung zu nehmen, um per Satzung die Hauptamtlichkeit für die nächste Amtsperiode zu beschließen.

Herrmann Gschirr sagte, es gebe eine Vielzahl guter Gründe für ein hauptamtliches Gemeindeoberhaupt: Die vergangenen Jahre hätten immer wieder gezeigt, mit wie viel Arbeit dieses Amt verbunden sei. »Wir sehen auch, welch komplexe Themen wir zu behandeln haben.« Überdies sei es ein klarer Vorteil für die Gemeindeverwaltung, denn ein hauptamtlicher Bürgermeister könne dort wie ein Verwaltungsfachangestellter voll mitarbeiten. Dadurch ließe sich die Arbeit der Verwaltung beschleunigen und vereinfachen. Übe das Gemeindeoberhaupt sein Amt hingegen nur im Ehrenamt aus, müsse man eine zusätzliche Fachkraft anstellen. »Von daher kompensieren sich die Mehrkosten, die der Gemeinde hauptsächlich durch die höheren Kosten für die Altersvorsorge eines Hauptamtlichen entstehen«, so Gschirr.

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Er lobte auch die großen Leistungen, die der jetzige, im Ehrenamt tätige Bürgermeister Hans-Jörg Birner in den vergangenen fünf Jahren erbracht hat. Der wiederum erinnerte daran, dass der Gemeinderat ohnehin verpflichtet sei, vor der Wahl zu prüfen und zu bestimmen, ob er den Bürgermeister-Posten per Beschluss für ehrenamtlich oder hauptamtlich erklären will.

Entscheidung im ersten Quartal?

Der Gemeinderat wird also in absehbarer Zeit über die Art und das Ausmaß der Tätigkeiten des künftigen Bürgermeisters zu entscheiden haben, um das Optimale beim Bewältigen der kommunalen Aufgaben zu erreichen. Eine Entscheidung ist im Hinblick auf den Termin der Kommunalwahl im März 2014 im ersten Quartal des laufenden Jahres durchaus wünschenswert, um potenziellen Kandidaten Klarheit über die Rechtsstellung des künftigen Gemeindeoberhaupts zu geben. Spätestens am 67. Tag vor der Wahl muss sich das Gremium entscheiden, wie es den Posten einstufen will.

Vor der letzten Wahl gab es in Kirchanschöring eine Bürgerinitiative zugunsten eines ehrenamtlichen Bürgermeisters, damit der damalige Amtsinhaber Albert Reiter wieder kandidieren konnte. Denn das Hauptamt unterliegt der Altersgrenze von 65 Jahren. ca