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Große Mehrheit für Schulneubau

Petting. Bei nur einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat den Neubau des Schulhauses. In der Sitzung hatte Architekt Florian Magg die Kosten für eine Generalsanierung des alten Schulhauses auf gut 2 Millionen Euro geschätzt. Darin enthalten seien Ausstattung, Baunebenkosten und Mietcontainer, nicht aber die Abrisskosten von 50 000 Euro. Ein Neubau mit sechs Klassen würde nach den Berechnungen des Architekten knapp 2,6 Millionen Euro kosten.

Geschäftsleiter Reinhard Melz informierte, dass die Gemeinde mit Zuschüssen von 40 bis 45 Prozent rechnen könne. Mit den neuen Kostenrichtwerten komme man auf rund 3,5 Millionen Euro zuwendungsfähige Kosten. Da jedoch die tatsächlichen Ausgaben niedriger sein werden, würde der Kostenanteil der Gemeinde nur noch bei etwa 1,15 Millionen Euro liegen. Melz machte noch eine weitere Rechnung auf: Würde bei Sanierung und Neubau der gleiche Zuschusssatz zugrunde gelegt, dann wären die Kosten für die Gemeinde etwa gleich.

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Vor der Abstimmung äußerte sich Thomas Stippel kritisch: Er widersprach der Meinung, das alte Schulhaus sei weitgehend sanierungsbedürftig, ja baufällig. »Das Grobgerüst ist stabil« und die Statik stimme auch. Man müsse das Gebäude nicht ganz entkernen. Mit einer sinnvollen Steuerung der Heizung könnte man auch die nötigen Dämmmaßnahmen reduzieren. Stippel lehnte einen Neubau ab – auch unter dem Gesichtspunkt, dass man ja nicht weiß, ob die Schule in Petting auf Dauer Bestand habe.

Dieses Argument räumten auch Befürworter des Neubaus immer wieder ein. Dennoch war die große Mehrheit der Gemeinderäte für einen Neubau. Als Argument wurde unter anderem auch angeführt, dass man bei einem Neubau größere Kostensicherheit habe, während eine Sanierung doch auch unangenehme finanzielle Überraschungen beinhalten könnte. Weitere Aspekte, die für einen Neubau sprechen, seien der Brandschutz und die Frage der Fluchtwege. Außerdem könnte man die Innenräume frei planen und habe auch die Möglichkeit, das Gebäude von außen her ansprechend zu gestalten.

Als Nächstes wird sich der Gemeinderat jetzt mit der Raumplanung befassen und ein Gesamtkonzept für das Grundstück entwickeln. In diesem Zusammenhang steht auch eine Entscheidung über die Zukunft der Turnhalle an.