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Grabenstätter Bauernmarkt ließ keine Wünsche offen

Grabenstätt. Auch wenn das heiße Sommerwetter eher zum Baden als zum Bummeln einlud, kamen zahlreiche Besucher zum Bauernmarkt auf den Grabenstätter Marktplatz, der alljährlich von der Gemeinde und dem Ökomodell Achental veranstaltet wird. »Es freut uns sehr, dass wieder so viele Fieranten gekommen sind«, sagte Bürgermeister Georg Schützinger bei der Eröffnung.

Ein Kommen und Gehen herrschte beim »Bauernmarkt zu Mariä Himmelfahrt« in Grabenstätt. Dort war für jeden Geschmack etwas dabei. (Foto: Müller)

Der »Vater des Ökomodells«, Fritz Irlacher, brach eine Lanze für Produkte aus der Region. Und die gab es beim Bauernmarkt in großer Vielfalt. Traditionell wird beim zweiten themenbezogenen Bauernmarkt des Jahres das Thema »Kräuter, Wildkräuter und Heilpflanzen« großgeschrieben.

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Gebietsbetreuer Stefan Kattari vom Ökomodell Achental gab Auskunft über die facettenreiche Kräuterwelt im Achental. Beim Pflanzenquiz kamen selbst die echten Gartenexperten ins Schwitzen. Auf einem Tisch lagen diverse Zweige, Blätter und Früchte heimischer Pflanzen, darunter auch einige giftige wie die Eibe, das Pfaffenhütchen und die Einbeere, aber auch altbekannte Heilpflanzen wie das Mädesüß und die Weide.

Aus den Blütenknospen des Mädesüß und der Rinde der Weide habe man früher Salicylsäure gewonnen, ein entzündungshemmender Wirkstoff, der heute in abgewandelter Form als synthetisch hergestellte Acetylsalicylsäure – besser bekannt als Aspirin – verkauft wird. Wer von Kräutern nicht genug bekommen konnte, der konnte sich mit Fritz Irlacher auf eine informative Wanderung rund um den Eichberg begeben.

Die Besucher deckten sich derweil an den einladenden Ständen mit Naturprodukten, Schmankerln, Floristik und Handarbeiten ein. Gefragt waren nicht nur Honig, Nudeln, Backwaren, Fleisch-, Wurst- und Käseprodukte, sondern auch die Weine der Winzerfamilie Handrich aus der Pfälzer Partnergemeinde Meckenheim. Kartoffeln, Johannisbeeren und Zwetschgen waren ebenfalls begehrt. Auch beim Anblick der bunten Blumen und Naturseifen sowie der liebevoll gestickten, genähten, gestrickten und getöpferten Waren ging einem das Herz auf. Hoch im Kurs standen die Obstbrände, Liköre, Moste und Brotaufstriche von Walburga Berger, die Heutiere von Veronika Parzinger und die Kuchen der Ortsbäuerinnen um Christl Stefanutti.

Beim Kinderprogramm durften die jüngsten Besucher mit Irmelind Klüglein Schmetterlinge basteln. Die passenden Klänge verbreiteten Ziachspieler Maxi Neuhauser und Stefan Kreiler. Nach den Bauernmärkten zur Irisblüte und MariäHimmelfahrt folgt am 28. September der Bauernmarkt zu Erntedank. mmü