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Marina Thanbichler ist neue Kassenwartin – 300 Pferde und zahlreiche Wagen waren heuer bei Ritt zu bewundern

Georg Wallner bleibt Vorsitzender der Leonhardigilde

Teisendorf – Ein Rückblick auf den Leonhardiritt und Neuwahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Leonhardigilde Holzhausen im Hotel Edermann in Holzhausen.

Kassier Christian Theissig (Zweiter von rechts) legte sein Amt nach zwölf Jahren nieder. Unser Bild zeigt ihn zusammen mit der neuen Kassenwartin Marina Thanbichler,  zweitem  Vorsitzenden  Hans Lamminger (links)  und  Vorsitzendem Georg Wallner. (Foto: W. Huber)

Vorsitzender Georg Wallner, sein Stellvertreter Hans Lamminger sen. und Chronistin Maridi Thanbichler wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

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Kassier Christian Theissig hatte sein Amt nach zwölf Jahren niedergelegt. Zur neuen Kassenwartin wurde Marina Thanbichler gewählt, die ihn bisher schon unterstützt hatte und Chefin bei den Kranzbinderinnen war. Dieses Amt übernehmen künftig Franziska Wallner und Theresa Winkler. In den Ausschuss wurden Christian Thanbichler, Simon Fiederer, Robert Lamminger, Stefan Wallner, Hans Lamminger jun., Sepp Thanbichler sen., Hias Mösenlechner und Alexander Wetzelsperger gewählt. Kassenprüfer sind weiterhin Hubert Spiegelsberger und Stefan Thanbichler.

Auch heuer sind wieder viele tausende Besucher zum Leonhardiritt nach Holzhausen gekommen, bei dem über 300 Pferde aller Rassen zu bestaunen waren, berichtete Chronistin Maridi Thanbichler. Angeführt von zwei Postillionen, dem heiligen Georg in voller Montur, dem Kreuzträger und Franz Grabner mit der Standarte der Leonhardigilde wurde wieder zweimal um die Leonhardikirche gezogen. Die Musikkapellen aus Teisendorf, Neukirchen und Ringham-Petting gestalteten den Umzug mit Prozessionsmärschen. Den Segen für Ross und Reiter erteilte Pfarrer Martin Klein. Das Fest klang mit einem gemütlichen Beisammensein im Festzelt aus.

Der Kassenbericht von Christian Theissig zeigte vielen Ausgaben und Reparaturen, die zu einem geringen Minusbetrag führten, der aber noch nicht beängstigend ist. Vorsitzender Wallner meinte zu den Finanzen, es müsse vielleicht der Zeichenverkauf noch intensiver durchgeführt und auch die kleinsten Schlupflöcher besetzt werden. Beim Zug sind zwölf Festwagen und zwei Kutschen mitgefahren, die alle hergerichtet und geschmückt werden müssen. Dies sei nicht nur zeitaufwendig, sondern auch eine finanzielle Aufgabe.

Zweiter Vorsitzender Hans Lamminger lobte die fleißigen Frauen und Dirndln, die wieder so viele Girlanden gebunden haben und alles so schön hergerichtet haben. Sein Dank galt auch allen Rosserern und der Kaltblut-Pferdezuchtgenossenschaft für ihr Kommen, ebenso den Vereinen und den Musikkapellen. Außerdem berichtete er, dass die Gilde in diesem Jahr zehn Ritte in der Umgebung und in Salzburg besucht hat. Auch Lamminger sprach die hohen Kosten für den Unterhalt der Wagen und eine Erhöhung des Zeichenpreises an, da bei anderen derartigen Veranstaltungen bereits jetzt schon höhere Zeichenpreise verlangt werden. Dies müsse aber in der Vorstandschaft erst ausgiebig besprochen werden.

Teisendorfs Bürgermeister Thomas Gasser findet, der Ritt am Pfingstmontag ist ein besonderes Ereignis für die ganze Region und hat auch einen guten Werbeeffekt für den Tourismus. Er lobte die Bürger im Namen des Gemeinderats für die viele Arbeit, die oftmals von Außenstehenden nicht gesehen wird. Zu dem kleinen Minus in der Kasse meinte Gasser: »Traut euch ruhig was, drei Euro für das Zeichen sind sicher nicht zu viel für diese hervorragende Veranstaltung.«

Im Namen des Trachtenvereins »D' Raschenberger« Teisendorf sagte deren Vorsitzender Hans Diener, die Trachtler machen immer gerne beim Ritt mit. Er sicherte zu, dass die Trachtler wieder einen Wagen schmücken werden. Für die Kaltblut-Pferdezuchtgenossenschaft bedankte sich Martin Reitschuh für die gute Unterstützung beim Kaltblutfest. Die Rosserer bemühen sich immer, dass hier ein interessantes Programm geboten wird. Im nächsten Jahr kann wieder ein Jubiläum gefeiert werden: zehn Jahre Zehnerzug.

Ruhestandspfarrer Anton Parzinger betonte, dass er den Gottesdienst vor der Versammlung sehr gerne gefeiert habe. Es ist schön, dass die Gilde an diesem Brauch festhalte.

Abschließend bat Vorsitzender Georg Wallner alle Mitglieder, bei der Fronleichnamsprozession hinter der restaurierten Filialfahne mitzugehen. Mit dem Spruch »Lasst uns wie zu Väters Zeiten, am Pfingsten nach Holzhausen reiten« schloss er die Versammlung. wh