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Georg Brüderl ist neuer Vorsitzender

Der Freundes- und Förderkreis der Lebenshilfe Traunstein hat einen neuen Vorsitzenden. Bei der Mitgliederversammlung im Landratsamt Traunstein löste Georg Brüderl aus Traunreut den bisherigen Vorsitzenden Dr. Alfred Pfeiffer ab. Brüderl (54), der sich seit vielen Jahren für die Lebenshilfe engagiert, konnte zwar nicht persönlich anwesend sein, gab aber sein Einverständnis, sollte er gewählt werden, den Vorsitz zu übernehmen.

Dr. Pfeiffer stellte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl, wird aber weiterhin neben Meinolf Pousset (Stellvertretender Vorsitzender), Peter Bantlin, Stephan Bierschneider und Wolfgang Maier in der Vorstandschaft Verantwortung tragen.

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Der Förderverein bemüht sich seit mittlerweile fünf Jahren, Freunde und Förderer zu gewinnen und zweimal im Jahr musikalische Veranstaltungen mit Musikern aus der Region und Vorträge auf die Beine zu stellen, um die Arbeit der Lebenshilfe zu unterstützen. Den Auftakt der Benefizveranstaltungen vor fünf Jahren bildete das Grassauer Blechbläserensemble, das sich spontan bereit erklärt hatte, die Arbeit Schwerstbehinderter mit einem Konzert zu unterstützen. Weitere Musikgruppen wie das Trio »Fortepiano« oder namhafte Referenten wie Abt Dr. Johannes Ecker und nicht zuletzt die Besucher der Veranstaltungen, trugen diese Bereitschaft mit, die genau den Punkt einer Aussage von Dr. Pfeiffer trifft: »Wenn jeder, dem dieses harte Schicksal in der eigenen Familie erspart geblieben ist, auch nur ein Scherflein für die Lebenshilfe übrig hätte, könnten ein paar wunderbare Akte der Nächstenliebe in die Tat umgesetzt werden.« So plant der Verein im kommenden Herbst ein klassisches Konzert und für nächstes Jahr ist eine Veranstaltung vorgesehen, in der die Kultur, das Brauchtum und das volksmusikalische Repertoire der Region in den Vordergrund gestellt werden sollen.

Für die jüngste Veranstaltung, die nach der Mitgliederversammlung auf dem Hochberg stattfand und nach Angaben der Vorstandschaft einen soliden Spendenbetrag gebracht hat, konnte der Vorstandsvorsitzende der Wacker Chemie, Dr. Rudolf Staudigl, gewonnen werden. In seiner Rede verwies Dr. Staudigl auf die Vorteile der sozialen Marktwirtschaft als leistungsfähige Wirtschaftsordnung. Die soziale Marktwirtschaft wisse sich heute noch dem Denken von Ludwig Ehrhard verpflichtet: Eine Rahmenordnung, die der Moral des deutschen Marktes zum Durchbruch verhelfe, eine Sozialpolitik, die für einen fairen Ausgleich sorge. Das alles seien notwendige Bedingungen, würden aber nicht ausreichen. Im Mittelpunkt der sozialen Marktwirtschaft stünden die Unternehmer, die auch in schwierigen Situationen den Mut hätten, ihren Wertüberzeugungen zu folgen und letztlich mit ihren Vermögen für die Entscheidungen auch gerade stünden. Soziale Marktwirtschaft funktioniere seiner Ansicht besser, weil eben nicht nur die Spielzüge, sondern auch viele relevante Spielregeln subsidiär gestaltet werden könnten. »Corporate Social Reponsibility« sei für die Firma Wacker, die weltweit 16 000 Mitarbeiter beschäftigt, Verpflichtung. ga