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Ein neues Heim für die »Stadtkompanie«

Traunstein. Mit einem Gartenfest nahm die Gebirgsschützenkompanie Traunstein ihr neues Schützenheim am Karl-Theodor-Platz offiziell in Betrieb. Stadtpfarrer Georg Lindl erbat in einer kurzen Andacht Gottes Segen für alle Men-schen, die im neuen Domizil der Gebirgsschützen ein und aus gehen und nahm die Weihe der Räume vor.

Zur Einweihung des neuen Schützenheims hielt Stadtpfarrer Georg Lindl eine kurze Andacht.

Komfortable Bleibe gefunden

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Hauptmann Paul Walde freute sich, dass die Stadt Traunstein der Gebirgsschützenkompanie sehr schnell wieder Räume für ein Schützenheim zur Verfügung stellen konnte, nachdem die Gebirgsschützen ihr altes Schützenheim wegen der Sanierung des ehemaligen Kurhauses am Klosterberg durch einen privaten Investor räumen mussten. Besonders dankte er dabei der Dritten Bürgermeisterin Traudl Wiesholer-Niederlöhner, die der Kompanie den entscheidenden Tipp gegeben hatte, dass die Räume in dem Salinenhaus zu vermieten seien. Mit 800 Stunden Eigenleistung in allen Sparten des Bauhandwerks und mit einem Kostenaufwand von rund 8000 Euro haben die Gebirgsschützen sich in einem der alten Salinenhäuser eine komfortable Bleibe mit Aufenthaltsraum, Küche, Büro sowie Unterstellmöglichkeit für die Fahne und Standarte samt Zubehör geschaffen.

Stadt half bei Unterkunftssuche

Die Dinge änderten sich im Laufe der Zeit, entschuldigte sich Oberbürgermeister Manfred Kösterke für die widrigen Umstände, die der Gebirgsschützenkompanie durch die Sanierung des Kurhauses entstanden sind. Die Stadt aber habe alle Anstrengungen unternommen, um die Gebirgsschützenkompanie als die historische »Stadtkompanie« wieder unterzubringen. »Wo ist sie besser untergebracht, als im zentralen Denkmalbereich der Stadt? Obwohl die Hofmark Au früher gar nicht zur Stadt gehört hat«, sagte Kösterke.

Aber die Au sei im Laufe der Zeit in die Stadt hinein gewachsen. Deshalb freue er sich umso mehr, dass sich das neue Schützenheim nun in einem der ältesten denkmalgeschützten Häuser der Stadt befinde, das sicherlich nicht verkauft werde wie das Kurhaus. »Die Gebirgsschützenkompanie kann hier bleiben, so lange sie besteht«, sicherte der Oberbürgermeister Hauptmann Walde und seinen Gebirgsschützen ein dauerhaftes Bleiberecht zu. Für die Einrichtung des Schützenheims übergab Kösterke ihm ein Stadtwappen.

Zum anschließenden Gartenfest begrüßte Walde Gauhauptmann Fritz Kelzenberg sowie die Vertreter der Gebirgsschützenkompanien aus Bad Rei-chenhall und Bad Aibling. Für die musikalische Gestaltung war der Musikzug der Kompanie, der fleißig aufspielte, verantwortlich. Für die Verpflegung sorgten die Traunsteiner Gebirgsschützen mit ihren Frauen sowie die Marketenderinnen. Stadtpfarrer Lindl zapfte mit Hilfe von Bräu Maximilian Sailer das erste Fass Bier an. Bjr