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Der Moorrundweg in Staudach-Egerndach wird mit neun Stationen aufgewertet

Ein Hexenhaus am Wegesrand

Staudach-Egerndach – Krumm und schief, aber wunderschön ist das kleine Hexenhäuschen am Moorrundweg in Staudach-Egerndach.

Mit viel Liebe zum Detail wurde das Hexenhäuschen geschaffen. Es lädt nun Kinder zum Spielen ein. (Foto: Eder)

Die Arbeitsgruppe um Martina Gaukler, die den Moorrundweg als Themenweg ausgestalten will, hat das Hexenhäuschen aufgestellt. Der Moorrundweg drohte bereits wieder in die Natur überzugehen. Zweite Bürgermeisterin Martina Gaukler rief deshalb die Bevölkerung auf, sich Gedanken über den weiteren Fortbestand zu machen.

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Ihr gelang es, einige engagierte Bürger ins Boot zu holen und für diesen fast vergessenen Rundweg zu begeistern. Der Weg sollte durch einige besondere Plätze attraktiver gemacht werden und für Einheimische wie Gäste Erholung und Erlebnis bieten.

In mehreren Diskussionsrunden bildete sich ein Arbeitskreis und erarbeitete ein Konzept für einen Themenweg, der das Moor, die Tiere, die Bergwelt und auch die Tiroler Achen einbezieht. Wichtig war es, diesen Rundweg im bürgerschaftlichen Engagement wieder zu beleben. Erst im April stellte Martina Gaukler das Konzept im Gemeinderat vor und bekam von allen Seiten Anerkennung und Zustimmung. Nun befindet sich die Arbeitsgruppe in der Umsetzungsphase. Auf dem 4,4 Kilometer langen Rundweg sollen neun Stationen errichtet werden.

Beginn des Weges ist an der Egerndacher Kirche. Hier wird mit einer Infotafel auf den Weg hingewiesen. Ein paar Stationen wurden auch schon umgesetzt. So kann an der dritten Station von einer Bank aus, die überdacht ist und auf einem Holzplateau steht, die Moorwelt betrachtet werden. Ein schöner Ruhepunkt wurde hier geschaffen. An der nächsten Station am Moorweiher lädt wiederum eine Ruhebank zum Verweilen ein.

Wer den Blick aber etwas weiter schweifen lässt, wird das liebevoll gestaltete Hexenhäuschen entdecken. Eine kleine Holzbrücke, hoch und breit genug für Kinder, führt zu dem lustigen, schiefen Häuschen, das mit aufgemalten Lebkuchen lockt. Das Häuschen kann sogar geöffnet werden. Kinder werden es lieben, sich hier zu verstecken und aus dem kleinen Fenster in den Wald zu blicken. Mit viel Liebe zum Detail wurde das Häuschen geschaffen; es steht auf großen Betonfüßen, weglaufen wird es aber nicht und auch die Bewohnerin ist ausgeflogen.

Noch ist der Weg nicht fertig. Auf die engagierten Bürger wartet noch einiges an Arbeit. Zurzeit werden die Layouts für die Infotafeln entworfen. Da es für den Weg keine Förderung gibt, wird versucht die Kosten für die Gemeinde möglichst gering zu halten. In diesem Sinne sind auf jeder Infotafel auch kleine Werbeflächen für Sponsoren angebracht werden.

Am Kies- und Feldweg an sich wird nichts verändert. Nur  die Übergänge über den kleinen Bach wurden erneuert. Schließlich möchte man nicht zu sehr in die Natur eingreifen. Auch wenn der Moorrundweg noch nicht fertig ist, lohnt eine kleine Wanderung. Dabei kann nicht nur die Natur genossen, sondern auch das bereits Geschaffene in Augenschein genommen werden. tb