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Siegsdorfer Bürgermeister lud zum ersten Mal zum Neujahrsempfang

Ehrenamtliche sind das Rückgrat

Siegsdorf – Mit launigen Worten empfing Bürgermeister Thomas Kamm die etwa hundert Gäste aus den Pfarreien, Ordensgemeinschaften und Vereinen, aus den Reihen der Ehrenmedaillenträger und des Gemeinderates und ganz besonders Altbürgermeister und Ehrenbürger Franz Maier. Besonders freute sich Kamm über den Besuch vieler Ehepartner und Lebensgefährten, die mit ihrem Verständnis und ihrer Mitarbeit den Partnern das ganze Jahr den Rücken für die vielfältigsten Aufgaben freihalten.

Bürgermeister Thomas Kamm konnte unter anderem Generaloberin Schwester Theodolinde begrüßen. (Foto: Krammer)

Seit vielen Jahren treffen sich immer zum Jahreswechsel die kirchlichen und gemeindlichen Würdenträger zu einem festlichen Abendessen. Nun konnte Kamm seinen lange gehegten Wunsch, den Kreis um ehrenamtliche Verantwortungsträger aus den Vereinen zu erweitern, in die Tat umsetzen.

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»Die vielen ehrenamtlich tätigen Bürger in den Vereinen und Organisationen, in den Pfarreien und Ortsteilen sind das Rückgrat unserer Gesellschaft und unseres Zusammenlebens«, stellte der Bürgermeister heraus. Er ging besonders auf die großartige Unterstützung vieler Menschen ein, die sich über vier Wochen um die Flüchtlinge im Bayernpark Hörgering gekümmert haben und lobte die Mitglieder des Helferkreises für die Asylbewerber im Gasthof Neue Post. Für diese fast 80 Personen wird die Gemeinde in nächster Zeit ebenfalls einen »Dankeschön-Abend« gestalten.

Beim Blick auf die gute Situation in Bayern und Deutschland vergaß Kamm aber auch nicht die vielen Krisenherde und Kriegsgebiete weltweit voll Terror und Leid. »Das Elend von Hunderttausenden Heimatloser steht uns vor Augen und ist mit den Flüchtlingen und Asylbewerbern auch in unsere Heimat eingezogen. Neben großer Hilfsbereitschaft bin ich 2014 aber auch Ängsten und Unsicherheit bei den Menschen in unserem Dorf begegnet. Der Umgang mit den Vertriebenen, aber ebenso der Umgang mit den Ängsten der Bürger sind eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen«, stellte Kamm fest und appellierte an seine Gäste: »Wir müssen uns bewusst sein, welches Glück es ist, in unserem Land, in unserer Region, in Frieden und Sicherheit leben zu dürfen!«

»Kirche, Vereine und politische Gemeinde arbeiten in unseren Dörfern Hand in Hand, auf dieses Miteinander können wir bauen«, lobte der Bürgermeister das auf Traditionen und Zusammengehörigkeit gegründete Vereinsleben in den Ortsteilen, das aber mit viel Arbeit und Engagement nicht nur der Vereins-Verantwortlichen verbunden sei. Mit Blick auf den gemeindlichen Haushalt zeigte er den künftigen Weg der Gemeinde auf und bat für anstehende Bauarbeiten oder Verkehrsbehinderungen um Verständnis und »manchmal etwas mehr Gelassenheit« bei den Bürgern.

Wie gut die neue Form des »Neujahrsempfangs« bei den Gästen ankam, war deutlich aus den Gesprächen zu entnehmen, und bis weit nach Mitternacht mischten sich immer wieder neue Gesprächsrunden an den Tischen, und man diskutierte die Weltpolitik ebenso wie die Zukunft der Gemeinde, Vereinsangelegenheiten, die Ergebnisse des Biathlon-Weltcups oder auch nur private Neuigkeiten. Der erste Neujahrsempfang der Gemeinde Siegsdorf wird in dieser Form sicher nicht der letzte gewesen sein. FK