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Der größte Einsatz war der Brand in Empfing

Traunstein. Die Freiwillige Feuerwehr Stadt Traunstein wurde im vergangenen Jahr zu 213 Einsätzen gerufen. Davon entfielen 177 auf das Stadtgebiet und 36 auf den Landkreis. Dabei leisteten die Floriansjünger 2715 Einsatzstunden. Derzeit hat die Wehr 92 Feuerwehrdienstleistende.

Der Vorsitzende Herbert Enthofer (links) und sein Stellvertreter Johannes Thanbichler (rechts) ehrten Werner Huber (von links), Willi Trautmann und Peter Loban für langjährige Treue zum Feuerwehrverein. (Foto: Buthke)

Von den Einsätzen entfielen 42 auf Brände, davon sechs Großbrände. »Der größte Einsatz für alle Feuerwehren aus der Umgebung war der Brand am 17. April bei der Firma Loch in Empfing«, erklärte der Stellvertretende Stadt-Brandinspektor Werner Huber in der Jahreshauptversammlung im Sailer-Keller für den erkankten Stadt-Brandinspektor Manfred Dandl. Über 200 Feuerwehrler waren im Einsatz. Automatische Brandmeldeanlagen lösten 45 Mal Alarm aus. Die technischen Hilfeleistungen verteilten sich auf Unfälle, Sturmschäden und Wohnungsöffnungen. Der schwerste Unfall führte die Wehr in Richtung Waging. Dort musste ein Autofahrer aus seinem auf dem Dach liegenden Pkw befreit werden.

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Im abgelaufenen Jahr gab es 28 Übungsabende. Zwei Übungen fanden unter Einsatzbedingungen in verrauchten Gebäuden statt. Bei den Übungen kamen 7342 Stunden zusammen. Darin sind die Übungsstunden der Atemschutzgeräteträger, der CSA-Träger, die Fahrer- und Maschinistenausbildung, das Training der Höhensicherungsgruppe und die Ausbildung des Messtrupps enthalten. Außerdem wurden fünf Lehrgänge besucht.

Jugendgruppe leistete 2394 Übungsstunden

Der Stellvertretende Jugendwart Christian Buchner berichtete, von elf Jugendlichen, darunter einem Mädchen. Die Jugendgruppe leistete 2394 Übungsstunden. Für einen Schnuppertag wurden 426 Jugendliche angeschrieben und eine Anzeige veröffentlicht – leider gab es keinerlei Resonanz. Sein Rezept lautete daher: »Mehr Präsenz zeigen und die Jugendlichen persönlich ansprechen.« Die Feuerwehranwärter nahmen am Kreisjugendfeuerwehrtag in Erlstätt und am Wissenstest teil und besuchten die Münchner Flughafenfeuerwehr.

Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein dankte für die geleistete Arbeit. Er appellierte an die Feuerwehrler, weiterhin kameradschaftlich zum Wohl der Bürger zusammenzuarbeiten. Eindringlich wies er auf die Notwendigkeit hin, Wohnungen mit Rauchmeldern auszustatten.

Schriftführer Robert Scholz berichtete über den Feuerwehrverein. Bei der 40. »Aktion Christbaum« wurden 1242 Christbäume eingesammelt. Beim Frühlingsfest übernahm der Verein die Parkplatzüberwachung. Die Fahnenabordnung war bei 13 Gelegenheiten im Einsatz. Mit Veranstaltungen wie Jahresessen, Glühwein-Bosna-Fest, Fastenfest, Kegelmeisterschaft und Grillfeier wurde die Kameradschaft gepflegt. Der Vorsitzende Herbert Enthofer dankte für die Unterstützung der Mitglieder. Mit einer Präsentation dokumentierte er die seit zwölf Jahren bestehende Freundschaft mit der ungarischen Stadt Zirc, deren Motoren Albert Kutzer und Jozsef Hedl sind.

Für langjährige Treue zeichneten Enthofer und sein Stellvertreter Johannes Thanbichler Willi Trautmann für 50 Jahre, Werner Huber und Peter Loban für 40 Jahre sowie Elisabeth Buchner und Sebastian Eisenreich für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit aus. Für seine vielen Tätigkeiten im Verein, zum Beispiel als Zweiter Vorsitzender, wurde Franz Reitschuh junior mit einem Geschenkkorb geehrt.

Obwohl es durch Einsparungen und zusätzliche Veranstaltungen mit den Finanzen laut Kassier Ernst Haider wieder aufwärts ging, stimmten die Mitglieder fast einstimmig einer Beitragserhöhung zu. Zudem wurde beschlossen, eine der drei Garagen für die Feuerwehr-Oldtimer und ausgelagerten Dinge des Feuerwehrmuseums auszuräumen und so Mietkosten zu sparen.

Soziales Engagement ist vorbildlich

Oberbürgermeister Manfred Kösterke sprach vom vergangenen Jahr als Herausforderung für alle, weil es durch die ungewöhnlich hohe Zahl an Bränden ein großes Maß an Einsatzstunden gegeben habe. Die Einsatzbereitschaft sei unkompliziert, die Aktiven seien schnell und kompetent. Eine weitere Herausforderung seien die Umstrukturierungen im Feuerwehrhaus und in der Stadtverwaltung gewesen. »Ich hoffe, dass wir dadurch wieder in ruhiges Fahrwasser kommen«, sagte er. Vorbildlich seien das soziale Engagement in Zirc sowie die Patenschaft mit dem Sonderpädagogischen Förderzentrum Traunstein als Beispiel für gelebte Inklusion.

Der Stellvertretende Stadtbrandinspektor Werner Huber gratulierte Manfred Dandl, Werner Huber und Peter Loban (40 Jahre), Richard Tiller (30 Jahre), Markus Perschl (20 Jahre) sowie Jan Arsan, Gerhard Handrick, Michael Hunklinger, Robert Oettl und Semih Özdemir (10 Jahre) für ihre langjährige, aktive Dienstzeit. Bjr