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Christbaumversteigerung brachte 3050 Euro

Wonneberg. 35 Jahre lang hat es in der Gemeinde Wonneberg keine Christbaumversteigerung mehr gegeben. Von daher ist es wohl nicht so erstaunlich, dass der Premiere, die jetzt im Gasthaus Gruber in Weibhausen stattfand, ein durchschlagender Erfolg beschieden war: Die Christbaumversteigerung des Arbeiter- und Burschenvereins Weibhausen-Wonneberg erbrachte bei knapp 200 Besuchern ein Ergebnis von 3050 Euro. Das Geld wurde noch am gleichen Abend an Bürgermeister Josef Mayr für den Sozialfonds der Gemeinde übergeben.

Manfred Kroiß (rechts), der Vorsitzende des Arbeiter- und Burschenvereins Weibhausen-Wonneberg, hatte am Ende des Abends das Vergnügen, den ungeahnt hohen Erlös der Christbaumversteigerung an Bürgermeister Josef Mayr übergeben zu können: 3050 Euro für den Sozialfonds der Gemeinde. (Foto: H. Eder)

Burschenvereins-Vorsitzender Manfred Kroiß, von dem die Idee stammt, ist von daher immer noch begeistert von der Resonanz und lobt die Spendenfreudigkeit der Besucher in höchsten Tönen. Ganz offensichtlich ließen sich die Bietenden – Auktionator war Kroiß selber – von der Atmosphäre des Abends hinreißen. »Kostete« ein Stück G'selchtes zu Beginn des Abends vielleicht 15 Euro, wurden zwei Stunden später über 30 Euro geboten.

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Und als zum Finale der Christbaum selber unter den Hammer kam, gaben die Ersteigerer diesen immer wieder zurück, nachdem sie sich gerade mal eine Wurst oder eine Breze davon abgenommen hatten. Nicht weniger als 18 Mal fand der Christbaum wieder zurück in den »Ring« und brachte von daher richtig viel Geld. Letztendlich nahmen ihn dann die Mannen von der »Ramgraber Hüttn« mit nach Hause.

Die Verantwortlichen des Burschenvereins hatten sich im Vorfeld viel Mühe gegeben, ein ordentliches Angebot und ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Viele Privatleute und Unternehmen hatten gespendet beziehungsweise ihre Produkte zum Selbstkostenpreis abgegeben. So fanden sich in dem auf mehreren Tischen präsentierten Versteigerungsangebot nicht nur Dinge wie Speck, Brot, Bier, Plätzchen, Stollen, T-Shirts, Liköre, Holzschwammerl oder ein Stuhl aus Birkenholz, sondern beispielsweise auch Gutscheine für Papierholz, Hackschnitzel oder Kies. Ein besonderer Gag war ein Rundflug vom Flugplatz Marwang aus.

Und damit der Abend nicht zu einer reinen Auktion wurde, auch wenn diese trotz der über 60 zu versteigernden Positionen recht amüsant war, gab es auch eine Reihe von Programmpunkten. Für die Musik zuständig waren die »Leada Blechmusi« und die »Dreialoa-Musi«. Im ersten Teil des Abends trug Marianne Huber zwei besinnliche Geschichten bei. Der Theaterverein spielte einen Einakter und den Kurzsketch »Die letzte Frist/frisst«. Und dann gab es auch noch eine kleine Einlage der »Fünf grimmigen Leada«, denen im wahrsten Sinn des Wortes bei ihrem Auftritt der Hut hochging. Dazu kamen noch die Marketenderinnen, die fleißig versuchten, ihren Schnaps an den Mann zu bringen, und nach der Veranstaltung lockte noch die Bar unter dem Motto »Besinnliches Eck für einen guten Zweck«.

Wonnebergs Bürgermeister Josef Mayr nahm das Geld dankend entgegen, das über den gemeindlichen Sozialfonds Menschen zugutekommt, die unbürokratisch und rasch Hilfe brauchen. he