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Besucher zeigten großes Interesse für Äpfel aus Streuobstanbau

Traunstein. Er ist Klassiker und Trendprodukt zugleich: der Apfel, von vielen als »König der Früchte« gewürdigt. Wie facettenreich, vielfältig und wohlschmeckend das heimische Apfelangebot ist, zeigte sich am Traunsteiner Apfelmarkt, den der Landschaftspflegeverband Traunstein zusammen mit der Agenda 21 der Stadt Traunstein und dem Bund Naturschutz am gestrigen Sonntag auf dem Stadtplatz veranstaltete.

Besucher am Traunsteiner Apfelmarkt bekamen am Sonntag ein reichhaltiges Angebot verschiedenster Apfelsorten und Apfelprodukte angeboten. Der Markt war sehr gut besucht. (Foto: Wittenzellner)

Viele Anbieter, von denen die meisten aus der Region kamen, stellten ihr »königliches Angebot« aus und boten es zum Verkauf an. Und so konnten die vielen Besucher, die gerade auch nach dem Kirchgang und dem Mittagessen verstärkt den Markt besuchten, unter den verschiedensten Frischobstsorten wählen: schön hergerichtet in kleinen Körben wurden beispielsweise von der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Rubinetten, Spartan oder Schweizer Orangenäpfel gezeigt und über die Anbaumethoden informiert.

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Andere Stände und Anbieter boten reich gefüllte Obstkisten mit ihren Erträgen aus dem Streuobstanbau aus dem Chiemgau und dem Rupertiwinkel feil.

Daneben wurden selbst verarbeitete Produkte wie Apfelsaft, Most, Obstbrand und Apfelessig angeboten. Gartenbesitzer konnten aus einer großen Auswahl junger Apfelbäume den Wunschbaum auswählen. Für Kinder und junge Besucher gab es die Möglichkeit, Saft mit einer alten Saftpresse zu pressen oder kleine Vogelhäuser aus Holz zusammenzubauen. Schummrige Lagerfeueratmosphäre gab es im Pfadfinderzelt des Stammes Lindl-Ritter, die bei Gitarrenklängen und Lagerfeuer Bratäpfel anboten. Kleine Möbelaccessoires wie beispielsweise Flaschenhalter aus Holz rundeten das Angebot des Marktes ab. Beim Landesbund für Vogelschutz bestand die Möglichkeit, mit einem Spezialfernrohr den Vogel des Jahres 2012, die Dohle, am Kirchturm der Stadtkirche zu beobachten. Mitarbeiter wiesen dabei darauf hin, dass im Rahmen von äußeren Kirchenrenovierungen, natürliche Schlupflöcher für die Vögel oft zugemacht würden. Fleißige Marktbesucher, die sich die Zeit für einen Rundgang an den einzelnen Ständen nahmen, konnten sich an einem Quiz beteiligen, dessen noch zu ziehender Hauptpreisträger sich über einen Hochstamm-Apfelbaum freuen darf.

Viele Besucher informierten sich bei den einzelnen Anbietern über das Streuobstangebot und die vielfältigen Sorten. Obwohl im Gespräch schon einmal ein »ach so, die haben wir ja auch zu Hause bei uns« zu hören war, wechselten doch viele Äpfel und Apfelprodukte ihren Besitzer.

Nutzten doch viele, sich am Sonntag einen Wintervorrat zu kaufen. Dabei nutzen so manche Anbieter auch den einen oder anderen aufgeschnittenen köstlichen Apfel zum Probieren als kleine Verkaufshilfe. Viele überzeugten sich dabei von der Geschmacksvielfalt heimischer Äpfel.

Die Anbieter zeigten sich mit dem Apfelmarkt zufrieden, wie Beate Rutkowski vom Bund Naturschutz betonte: »Der Besuch war gut und die Sortenvielfalt wird jedes Jahr mehr.« Die Besucher seien weit über die Stadt Traunstein hinaus gekommen, um den Markt zu besuchen.

Für die Besitzer von Streuobstwiesen sei die Direktvermarktung ein guter Anreiz. Daneben biete der Apfelmarkt die Möglichkeit, den Streuobstanbau ins Bewusstsein der Bürger zu rücken. Sei dieser doch prägend für die regionale Kulturlandschaft und biete Lebensräume für seltene Pflanzen und Tierarten. awi