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Alexander Bock ist Kandidat der Piraten

Traunreut. Alexander Bock steht auf der Kandidatenliste der Piraten für die Bundestagswahl im nächsten Jahr an zweiter Stelle. Der 25-Jährige stammt aus Traunreut und ist seit der Gründung der bayerischen Piraten mit dabei.

Alexander Bock kandidiert für die Bundestagswahl. (Foto: CC-BY Nicole Britz)

Im Alter von vier Jahren ist Alexander Bock mit seiner Familie aus Rumänien nach Traunreut gekommen, seit zwei Jahren ist er eingebürgert. Nach dem Besuch der Grundschule und des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums in Traunreut ging der junge Mann nach München, um Physik zu studieren. Während der Schulzeit engagierte er sich nebenbei als Sanitäter beim Malteser Hilfsdienst in Traunstein. Mit Politik hatte er damals noch nichts am Hut.

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Kurz nach Antritt seines Studiums erfuhr er von der Gründungsversammlung der bayerischen Piraten, die in München ganz in seiner Nachbarschaft abgehalten wurde: »Ich hatte so eine Idee im Kopf, dass ein Student politisch engagiert sein sollte, und die Große Koalition hat mir damals gar nicht zugesagt, also bin ich einfach mal da hingegangen, um mir anzuhören, was die zu sagen haben.« Ihm gefiel, was er hörte, und er wurde eines der Gründungsmitglieder der Piraten in Bayern. Heute, sechs Jahre später, steht er als Kandidat für die Bundestagswahl 2014 auf der Liste der Partei auf Platz zwei.

»Das hätte ich damals selber nicht gedacht«, betont Alexander Bock. Jetzt ist er erst einmal sehr gespannt auf die kommenden Monate und den Wahlkampf, der ihn sicherlich sehr fordern wird. Der Traunreuter arbeitet als Physiker am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching bei München und schreibt gerade an seiner Doktorarbeit. Mit seinem Professor habe er die Kandidatur besprochen und vereinbart, dass er das Ganze jetzt erst einmal auf sich zukommen lässt.

Sollten die Piraten bei der Wahl die Fünf-Prozent-Hürde schaffen, dürfte Alexander Bock ziemlich sicher in den Bundestag einziehen und würde sich dann auch voll und ganz auf diese Aufgabe konzentrieren, wie er betont. Er ist der Meinung, dass die Politik in den vergangenen Jahren in Bezug auf Technik und moderne Kommunikationsmittel einiges verschlafen hat. Er würde sich im Parlament gerne dafür einsetzen, dass sich das ändert, und will sich auch in Fragen der Bildung einbringen. mix