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Abwasserkanal nach Donau wird verlegt

Schleching. Beim jüngsten Hochwasser wurde der Kanal zwischen Raiten und Donau stark beschädigt. Er verläuft bisher teilweise parallel zur Tiroler Achen. Die 30 Jahre alte Pumpstation steht in Donau. Um die Entwässerung langfristig zu sichern, beauftragte der Gemeinderat das Ingenieurbüro Sextl mit einem Vorentwurf zur Verlegung der Kanaltrasse mit Pumpstation.

Vorentwurf für die Druckleitung vorgestellt

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Auf Basis genauer Fakten und Daten hat das Büro einen Vorentwurf für die Druckleitung in Raiten gefertigt, den Christian Sextl jetzt dem Gemeinderat vorstellte. Geplant sind eine rund 1100 Meter lange Leitung und eine moderne Pumpstation. Die Station mit einer Tiefe von 7,30 Metern und einer Grundfläche von etwa vier mal fünf Metern soll nördlich von Raiten gebaut werden.

Der Gemeinderat, Sextl und Bauhofleiter Peter Hell favorisierten die »Trockenaufstellung« mit Zwei-Schacht-Lösung. Hier sind zwei Pumpen in einem separaten Schacht »sauber« zu bedienen. Peter Hell, der die Trink- und Abwasseranlagen der Gemeinde betreut, betonte die Notwendigkeit eines Bauwerks. Er hatte sich vergleichbare Anlagen in Neubeuern und Sachrang angeschaut. Um die Bildung von übel riechendem und stark giftigem Schwefelwasserstoff zu vermeiden, gibt es zwei Varianten: Das regelmäßige Leerblasen mithilfe eines Kompressors oder die Zugabe von Zusatzmitteln. Nachdem die Dosieranlage rund 7000 Euro kosten und die Zusatzmittel jährliche rund 8000 Euro kosten würden, entschied sich der Gemeinderat für die Kompressor-Variante für 23 000 Euro.

Mit den Grundeigentümern gab es bereits Vorgespräche. Ziel sei es, für die nächsten 30 Jahre eine tadellose Anlage zu schaffen, betonten Andreas Hell und Roland Jenne. Der Gemeinderat billigte die Planung. Auf deren Grundlage werden die Gemeinde Marquartstein und die Grundeigentümer eingebunden.

Zuschuss von 150 000 Euro für den Dorfladen

Im Dorfladen-Gebäude soll die Wohnung im Erdgeschoß zur Erweiterung des Ladens genutzt werden. Die Vorschläge samt Kostenschätzung stellten Mix und Hornberger dem Bauausschuss vor, der die Planvariante mit den weitesten Entwicklungsmöglichkeiten im Laden favorisierte. Der Zuschussantrag über 150 000 Euro stieß beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE) auf Zustimmung. Die Planung soll heuer fertig werden, die Arbeiten sollen 2014 beginnen.

Das ALE stimmte der Förderung zu. Auf die Gemeinde entfallen 64 500 Euro, auf die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung Schleching III 85 500 Euro. Der Gemeinderat stimmte der Kostenvereinbarung zu. Bauausschuss und die Dorfladen Schleching-Unternehmensgesellschaft werden sich nach den Sommerferien mit der Planung befassen.

Den Mietvertrag für das erste Halbjahr mit einer Nettokaltmiete von 383 Euro monatlich genehmigte der Gemeinderat bereits im Februar. Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung hat Dorfladenberater Wolfgang Gröll für das zweite Halbjahr eine Nettokaltmiete von 650 Euro monatlich empfohlen. Nach einem Überblick über das gesamte Jahr soll die Miete eventuell nachkorrigiert werden. Bei einer Investition von 75 000 Euro nach Abzug der Dorferneuerungsmittel schlägt Gröll nach Abschluss der Investitionen zusätzlich 420 Euro monatlich als Annuitäten-Zahlung vor. Damit ergeben sich für den Dorfladen monatliche Zahlungen von 1070 Euro. Der Gemeinderat genehmigte den Mietvertrag mit der Dorfladen Schleching UG. bre