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31 von 32 Grundstücken in Traunwalchen verkauft

Traunreut. Die Einwohnerzahl von Traunwalchen wird in den nächsten ein bis zwei Jahren wohl deutlich zunehmen. Denn im neuen Baugebiet »Frauenbrunn II« im Traunwalchner Norden sind 31 der 32 neu ausgewiesenen Baugrundstücke verkauft. Wenn alles optimal läuft, könnte der eine oder andere Bauwerber durchaus heuer noch mit dem Bauen anfangen.

Links und rechts der neuen Kreisstraße in Traunwalchen verteilen sich die insgesamt 32 Baugrundstücke des neuen Baugebiets »Frauenbrunn II«. Bis auf eines sind mittlerweile alle Grundstücke vergeben. (Foto: Eder)

Knapp 70 Bewerbungen für diese Grundstücke waren bei der Stadt eingegangen. Im Losverfahren wurden die meisten der Grundstücke vergeben. Die notarielle Beurkundung mit den jeweiligen Käufern ist ab September vorgesehen. Der Preis für die Grundstücke lag für alle einheitlich bei 145 Euro plus Erschließung.

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Verkauf zum Selbstkostenpreis

Natürlich gibt es auch in diesem Baugebiet Grundstücke, die mal mehr, mal weniger attraktiv erscheinen. Trotzdem wollte die Stadt für alle den gleichen Preis verlangen. Stadtkämmerer Erich Suttner: »Was für den einen interessant ist, ist es für den anderen nicht. Eine Beurteilung darüber wollten wir uns nicht anmaßen. Wir geben alle zum gleichen Preis her.« Und Suttner betont in dem Zusammenhang, dass die Grundstücke zum Selbstkostenpreis verkauft werden: »Die Stadt verdient daran nichts.«

Die Gesamtgröße des Baugebiets beträgt gut 31 000 Quadratmeter, die Nettobaufläche fast genau 20 000 Quadratmeter, also zwei Hektar. Die Grundstücke mit einer Größe von 495 bis 721 Quadratmetern werden voraussichtlich im Spätherbst baureif sein.

Lediglich ein Grundstück steht noch zum Verkauf. Das 561 Quadratmeter große Grundstück liegt an der östlichen Seite der durch das Baugebiet führenden Kreisstraße. Der Nachteil dieses Grundstücks: Es hat als einziges keine unmittelbare Straßenzufahrt, sondern wird durch einen Weg zwischen zwei anderen Häusern erschlossen.

Bedingt durch die Lage der neuen Kreisstraße gliedert sich das Baugebiet in zwei Teilabschnitte. Der östliche Abschnitt wird über eine Straßenschleife erschlossen. Von hier aus werden einzelne Grundstücke mit freistehenden Einfamilienhäusern direkt angefahren. Der westliche Teil wird über zwei Straßenanbindungen zwischen der alten und der neuen Kreisstraße erschlossen. Auch hier sind ausschließlich Grundstücke zur Bebauung freistehender Einfamilienhäuser geplant. Die Energieversorgung des Gebietes ist mit Erdgas geplant.

Der Stadtrat hatte für die Vergabe der Grundstücke einige Bedingungen festgelegt: Grundstücke sollten nur an Einzelpersonen (auch Ehegatten oder Lebensgemeinschaften), nicht also an juristische Personen oder BGB-Gesellschaften veräußert werden. Zudem sollte jeder Bewerber nur ein Grundstück erhalten. Personen, die gemeinsam in ehelicher oder einer eheähnlichen Gemeinschaft leben, erhalten somit zusammen nur ein Grundstück. Die Erwerber sind, so die städtischen Vorgaben, zudem verpflichtet, das Gebäude auf dem erworbenen Grundstück innerhalb von fünf Jahren fertig zu bauen. Ein Weiterverkauf der Grundstücke an Dritte, mit Ausnahme an Kinder oder Ehegatten, innerhalb von fünf Jahren ab dem Datum der Baufreigabe ist nicht zulässig. Zur Absicherung dieser Bedingungen müssen mit der Stadt Traunreut abgesicherte Wiederkaufsrechte eingeräumt werden.

Ein wichtiger Bestandteil des notariellen Vertrags mit der Stadt liegt in der Pflege der Grünstreifen. Denn im Zuge des Straßenbaus legt die Stadt zwischen der Straßenfläche und den Baugrundstücken auf Stadtgrund Grünstreifen an. Die Erwerber müssen sich dazu verpflichten, diese Grundstreifen vor den jeweiligen Häusern zu pflegen und zu mähen.

Wohl kein Feuerwehrhaus

In der Beschreibung des Baugebiets hat die Stadt darauf verwiesen, dass ein Grundstück im Nordosten eventuell für einen Neubau des Gerätehauses der Feuerwehr Traunwalchen in Frage kommen könnte. Damit wollte die Stadt die Bewerber um die umliegenden Grundstücke schon vorwarnen, dass hier eventuell noch ein größerer Bau entstehen könnte. Allerdings sei, wie Stadtkämmerer Erich Suttner gegenüber unserer Zeitung erklärte, mittlerweile wohl eher nicht mehr damit zu rechnen, dass hier ein Feuerwehrhaus hinkomme. Denn bei einem Termin von Bürgermeister Franz Parzinger und Vertretern des Bauamtes sei man im Landratsamt beschieden worden, man sollte aufgrund der Ausfahrtssituation lieber einen anderen Standort suchen. Diese Standortsuche, so Suttner, sei noch im vollen Gange. he