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18 500 Euro für den Spitzenstier

Traunstein. Beim Aprilmarkt des Rinderzuchtverbandes Traunstein wurden 40 Jungkühe und fünf Kühe verkauft. Die exterieur- und leistungsstarken Jungkühe wurden für einen mittleren Versteigerungspreis von 1905 Euro verkauft. Für die fünf Kühe lag der Preis bei durchschnittlich 1648 Euro. Von den 16 angebotenen Zuchtstieren wurden zwei an eine Besamungsstation verkauft. Die Preise für Zuchtstiere in den Natursprung bewegen sich mit einem durchschnittlichen Versteigerungspreis von 1715 Euro auf einem niedrigen Niveau. Das insgesamt gute Marktergebnis wurde jedoch durch den Spitzenstier des Marktes, der für 18 500 Euro von der Besamungsstation Neustadt über einen Kaufauftrag ersteigert wurde, in den Schatten gestellt.

Georg Mayer aus Moosen als Züchter und Bernhard Entfellner aus Gröben als Aufzüchter präsentieren ihr Zuchtprodukt, den Spitzenstier des Aprilmarktes, den Stier »Witzelei«.

Beim Kälbermarkt hatten die Preise deutlich angezogen. Es wurden mittlere Auszahlungspreise von 6,92 Euro pro Kilogramm Lebendgewicht für männliche Mastkälber erzielt.

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Das Interesse der Besamungsstationen bei den Stieren konzentrierte sich auf einen Witzbold-Sohn des Züchters Georg Mayer aus Moosen, Gemeinde Saaldorf. Dieser Witzbold-Sohn, den Bernhard Entfellner aus Gröben bei Übersee in bewährter Weise aufzog, ist mit einen Gesamtzuchtwert von 137 und einen Milchwert von 127 vorgeschätzt. Damit ist er von 350 getesteten Witzbold-Söhnen an fünfter Stelle nach Gesamtzuchtwert. Der Stier ist auch in den Fitness- und Exterieurmerkmalen positiv vorgeschätzt. Den Kaufpreis entscheidend beeinflusste jedoch das gute Exterieur der Mutter und Großmutter des Stieres.

Mit einem Ruptal-Sohn des Züchters Sebastian Picherer aus Urtal, Gemeinde Tacherting, ging noch ein weiterer Stier in Besamungseinsatz. Die Besamungsstation Bayern-Genetik ersteigerte diesen von Josef Deutinger, Ferteln, aufgezogen Stier aus einer Vanstein-Mutter für 3500 Euro.

Die Nachfrage nach Jungkühen übertraf bei Weitem das Angebot. Die vier Jungkühe der Wertklasse 1 erzielten Versteigerungspreise von 1980 bis 2360 Euro bei einem Mittel von 2240 Euro. Züchter dieser Jungkühe waren Johann Daxenberger aus Erlberg, Seeon, Thomas Zauner aus Ringham, Bernhard Esterer aus Warisloh, Teisendorf, und Engelbert Heigermoser aus Katzwalchen, Palling. Die teuerste Jungkuh des Marktes war jedoch eine Kreuzungskuh. Sie wechselte für einen Versteigerungspreis von 2460 Euro in das niederbayerische Zuchtgebiet. Mit einem Probemelkergebnis von 34,2 kg Milch bot sie Josef Sichler aus Grassau am Markt an.

Als Versteigerungspreis der 29 Jungkühe der Wertklasse 2 a wurden im Mittel 1948 Euro erzielt. Die Preisspanne lag zwischen 1680 und 2460 Euro, wobei weitere acht Jungkühe bei 2000 Euro und mehr den Zuschlag erhielten. Die acht Jungkühe der Wertklasse 2 wurden für durchschnittlich 1580 Euro versteigert.

19 Zuchttiere fanden einen Käufer im Zuchtverbandsgebiet. 17 Zuchttiere gehen an bayerische Zuchtbetriebe. Ein Zuchtstier wurde in das Rheinland verkauft und vier Jungkühe gehen an einen Milchviehbetrieb im Sauerland. Drei Kühe und 15 Jungkühe erwarb Renato Miccoli aus Friaul.

Die nächsten Markttermine für Kälber sind der 17. April und der 2. Mai. Die nächste Großviehversteigerung findet am Donnerstag, 23. Mai statt.