Weggefährten erweisen dem Altlandrat die letzte Ehre

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Hielten die Trauerfeier: Pfarrer Horst Kress (r.), langjähriger Freund des Altlandrats, und Monsignore Dr. Thomas Frauenlob. (Foto: Monika Konnert)

Teisendorf – Zahlreiche Trauergäste haben am Freitag Abschied von Altlandrat Martin Seidl genommen, der vor kurzem gestorben war (wir berichteten). In Anwesenheit der Weggefährten aus der Kommunalpolitik und der Gesellschaft wurde Martin Seidl zu Grabe getragen. Seine letzte Ruhestätte fand er im Familiengrab auf dem Friedhof seiner Heimatgemeinde Teisendorf. Die Trauerfeier hielt Pfarrer Horst Kress, ein langjähriger Freund und geistlicher Begleiter des Verstorbenen, gemeinsam mit Kreisdekan Monsignore Dr. Thomas Frauenlob.


Den würdigen musikalischen Rahmen gab eine Abordnung der Musikkapelle Teisendorf mit Stücken aus der Schubert-Messe und berührenden Grabliedern. Viele Teisendorfer Vereine waren mit ihren Fahnenabordnungen gekommen, um ihrem langjährigen Mitglied die letzte Ehre zu erweisen. Unter den vielen Kränzen und Blumengebinden, die den Sarg während der Trauerfeier umgaben, war auch ein weiß-blauer Kranz vom Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Auch der Bundestagsabgeordnete Peter Ramsauer hatte einen Kranz geschickt.

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»Eigentlich hätte jetzt ein großes Mozartrequiem für unseren Verstorbenen hergehört, mit Pauken und Trompeten«, so Pfarrer Kress. Aber die Zeiten seien anders und vieles sei jetzt nicht möglich. Der Verstorbene sei ein gläubiger Mensch gewesen, mit klaren Prinzipien, auf den man sich verlassen konnte, so Kress. »Er fragte nicht: Habe ich Zeit? Er handelte«, fuhr er fort. »Martin ist seinem Namenspatron gerecht geworden, indem er sein Leben mit anderen Menschen geteilt hat.«

Mit rührenden Worten verabschiedete sich Enkel Maurits von seinem Opa im Namen der Familie. »Danke, dass Du immer für uns da warst. Ich wünsche Dir ewige Freude und Glück, jetzt mit Oma«, so der Enkel. Mehrere Vereinsvorstände verabschiedeten sich von einem Menschen, der immer ein offenes Ohr für ihre Belange gehabt und sich um das Vereinswesen allgemein verdient gemacht hatte.

Im Namen der ehemaligen Angestellten des Kurhauses und der derzeitigen Angestellten des Hotels »Gut Edermann« erinnerte der ehemalige Chefkoch Georg Quentin an das gute Verhältnis, das Martin Seidl zu seinen Angestellten stets hatte. »Ich wurde, war und bleibe ein Teil der Familie Seidl« sagte Quentin.

Im Namen der Marktgemeinde Teisendorf sprach Bürgermeister Thomas Gasser sein Beileid aus. Martin Seidl sei ein Kommunalpolitiker, Wegbereiter und Freund gewesen. Er habe sich immer »mit Wissen, Ideen, Sachverstand, mit Herz und Hirn, Fingerspitzengefühl, Weitblick und seiner Lebenserfahrung« eingemischt, weil ihm nichts gleichgültig gewesen ist. Dies sei als klare Meinung, als väterlicher Rat, aber auch mal energisch mit einem »Schluss, aus, so mach mas jetzt« geschehen.

Der amtierende Landrat Bernhard Kern ließ Seidls umfangreiches Wirken als Landrat nochmals Revue passieren. Schulen, Krankenhäuser, Verkehr, Tourismus, soziale Einrichtungen waren Stichworte, an denen Seidls Einfluss festgemacht wurde. Der Verstorbene sei eine prägende Persönlichkeit des Landkreises und der Region gewesen, den stets sein mitmenschliches Verständnis ausgezeichnet hätte.

Mitmenschlichkeit und Bodenständigkeit sind für Staatsministerin Michaela Kaniber zwei Begriffe, die sie mit dem Verstorbenen verbindet. Martin Seidl sei eine der herausragenden Persönlichkeiten der CSU in seiner Zeit gewesen, ein »Mann der Tat«, der seine Heimat mit Weitblick vorwärts gebracht habe. An Seidls zupackende Art werde man sich noch lange erinnern, auf seine Erfolge könne man heute noch aufbauen.

Als der Sarg unter weiß-blauem Himmel von der Aussegnungshalle zur letzten Ruhestätte Martin Seidls geleitet wurde, schritten die Fahnenabordnungen voraus. Ihnen folgte der Sarg, begleitet von der Familie des Verstorbenen, vielen Freunden und politischen Weggefährten. Ein emotionaler Höhepunkt war das Trompetensolo des bekannten kirchlichen Liedes »Ich bete an die Macht der Liebe«. Ein letztes Mal verneigten sich die Trauergäste am Grab in Dankbarkeit und Demut vor einem großartigen Menschen und dessen großer Lebensleistung.

kon

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