Umgestalltung der Dauerausstellung im Bergbaumuseum ist angelaufen

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An einem Strang ziehen (von links) Museumspädagogin Dr. Maria Erker, Kuratorin Dr. Ulrike Laufer, Roland Klosa, der Vorstand des Fördervereins Bergbaumuseum Achthal, sowie Ilja Sallacz, Janina Huss und Stefanie Wiatowksi (alle von der Liquid Agentur Augsburg). (Foto: Konnert)

Teisendorf – Das große Projekt zur zeitgemäßen Umgestaltung der Dauerausstellung im Bergbaumuseum Achthal ist angelaufen. Nachdem Staatsministerin Michaela Kaniber im April 325.000 Euro aus dem Leader-Programm überbracht hatte, ging die Arbeit für die Verantwortlichen von Gemeinde und Förderverein richtig los. Einblicke in den Stand der Dinge gab Roland Klosa, der Vorstand des Fördervereins Bergbaumuseum Achthal, im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt.


Die wissenschaftlichen Grundlagen hatten die beauftragte Kuratorin Dr. Ulrike Laufer aus Essen und die Museumspädagogin Dr. Maria Erker aus Salzburg bereits für die Antragstellung bei Leader erarbeitet. Die öffentliche Ausschreibung zur Umsetzung, von der Konkretisierung des Raumkonzepts bis zur fertigen Raumgestaltung gewann die Liquid Agentur für Gestaltung aus Augsburg.

Die Agentur ist unter anderem bekannt für ihre Museumskonzeptionen, die weniger auf Exponate, sondern mehr auf interaktives, spielerisches Erleben setzen. Das bekannteste Beispiel aus ihrer Hand ist das Fugger und Welser Erlebnismuseum in Augsburg. Genau das will man auch im Achthal erreichen. Spielerisches Lernen soll vor allem für Kinder und Jugendliche ein Anreiz sein, das Museum zu besuchen.

Inzwischen fanden mehrere Treffen der Gestaltungsfirma mit den Kuratorinnen und Roland Klosa, dem Vorstand des Fördervereins, statt. Am Computer nahmen die neuen Räume bereits Gestalt an – nach einem in sich schlüssigen Gesamtkonzept entlang eines, für den Laien unsichtbaren, roten Fadens.

Neue Exponate und Erkenntnisse

Für Außenstehende wenig sichtbar ist derzeit vieles. So haben Ulrike Laufer und Maria Erker inzwischen ein Netzwerk zu verschiedenen Forschungs- und Kultureinrichtungen aufgebaut, aus denen das Museum nicht nur neue Exponate, sondern auch neue Erkenntnisse zur Geschichte des Bergbaus und der Verhüttungsindustrie im Achthal gewinnen konnte.

Diese überaus erfreuliche Entwicklung bewog den Förderverein dazu, der dauerhaften »Umwandlung« der Garage des Vereinsheims in eine Museums-Kinderwerkstatt zuzustimmen. Nach der Eröffnung werden hier beispielsweise Schulklassen ihre Museumsbesuche vor- und nachbereiten oder kleine museumsbezogene Aktivitäten wie Gießen oder malerisches Nachvollziehen des Erlebten ausführen können.

Mit der geplanten Vorstellung des Konzepts beim wissenschaftlichen Beirat im September diesen Jahres wird ein weiterer Meilenstein erreicht werden. Ab Oktober soll das Museum dann geräumt und mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Der Zeitplan für die Fertigstellung sieht die feierliche Neueröffnung im Juni 2022 vor.

Unabhängig von der Umgestaltung soll die im März 2019 durch die Pandemie unterbrochene Bildungswerkstatt Museum Achthal baldmöglichst wieder aufgenommen werden. Der Förderverein erstellt dazu gerade das neue Herbst- und Winter-Programm für 2021/2022. Vorträge, Konzerte, Sprachunterricht und einiges mehr werden angeboten. Schließlich beansprucht das Bergbaumuseum, ein lebendiger Ort der Kultur und Begegnung zu sein – auch während der Umgestaltungsphase.

kon

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