Umbau ist dominierendes Thema

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Foto: Symbolbild (pixabay)

Teisendorf – Beim Förderverein Bergbaumuseum Achthal blieben auch in der Jahreshauptversammlung der Umbau und die Neugestaltung der Dauerausstellung die bestimmenden Themen.


Vorsitzender Roland Klosa bedauerte, dass im Berichtsjahr elf Mitglieder den Verein verlassen. 14 weitere sind verstorben. Der Mitgliederstand lag Ende 2020 bei 501. Dass der Rückgang sich vor allem auch aufgrund des hohen Durchschnittsalters der Mitglieder fortsetzt, zeigt der aktuelle Stand, bei dem die 500er Marke bereits unterschritten wurde. Die Werbung von Mitgliedern, vor allem auch jüngerer, bleibt deshalb laut Klosa neben dem Museumsumbau ein Dauerbrenner.

Im Auftrag der Kassiererin Manuela Leber, die verhindert war, trug Vorstand Klosa auch den Kassenbericht in Form der wesentlichen Finanzkennziffern vor. In diesem Zusammenhang wurden auch zwei wesentliche Mittelzuwendungen genannt: 2500 Euro von der Eva Mayr-Stihl Stiftung und 1250 Euro von der Sparkasse Berchtesgadener Land. Hans Reiter und Ludwig Mayer hatten die Kasse, alle Unterlagen sowie die Kontoauszüge geprüft. Es gab keine Beanstandungen.

Langjährige Mitglieder wurden geehrt

Danach konnte Klosa dreizehn Mitglieder ehren, die dem Verein seit einem Vierteljahrhundert die Treue halten. Es sind dies Philipp Dufter, Josef Fischer, Bernhard Glück, Georg Hasselberger, Bernhard Helminger, Eberhard Hörl, Fritz Hörterer, Marlene Hunklinger, Wilhelm Konzett, Waltraud Mösenlechner, Konrad Spiegelsberger, Erich Stein und Maria Tries. Der Vorstand dankte allen für ihre Treue. Urkunde und Abzeichen werden ihnen separat zugesandt.

»Entdecker-Reise«durch das Museum

Unter die Überschrift »Vom Verweseramtshaus (Verwaltungsgebäude) zum Kulturhaus« gab die Museumspädagogin Dr. Maria Erker aus Salzburg Hintergrundinformationen über die Arbeiten an der neuen Dauerausstellung. In Form einer »Entdecker-Reise« durch das Museum sollen die verschiedenen Besuchergruppen die Geschichte des Bergbaus und des Eisens entdecken. Hierzu werden verschiedene pädagogische Methoden zur Anwendung kommen, wie die Darstellung in Form eines lebendigen Buches, sprechende Bilder, ein Kinderrundgang oder ein familiengerechter Schaustollen. Neben dem Einzug digitaler Medien wird auch weiterhin auf »haptisches« Erfassen der Geschichte Wert gelegt.

Dritter Bürgermeister Georg Quentin hofft, dass die neue Ausstellung mit den zukunftsweisenden Möglichkeiten heutiger Museumspädagogik viele junge, ältere und auch neu zugezogene Bürger der Marktgemeinde und da-rüber hinaus ansprechen werde. Der Gemeinde sei die Erhaltung dieses Kulturguts sehr wichtig, deshalb würde sie hier auch entsprechend investieren. Quentin bedankte sich bei allen, die sich für das Bergbaumuseum engagieren und wünschte viel Erfolg bei den vielen Maßnahmen, die anstehen.

Für den unermüdlichen Einsatz von Roland Klosa, das Museum in eine neue Zukunft zu führen, bedankte sich der zweiter Vorstand Stefan Wannersdorfer im Namen des ganzen Vereins. Klosa habe nicht nur ein hervorragendes Netzwerk an Fachkompetenz geschaffen, sondern auch mit Zähigkeit und unbedingtem Willen, den Dschungel der vielfältigen Anträge durchkämpft. Als kleines Dankeschön übergaben die Vorstandsmitglieder an Roland Klosa eine gut gefüllte »Kiste« Wein.

Nicht benötigte Exponate werden archiviert

Aus den Reihen der Mitglieder wurde nachgefragt, was mit den in der neuen Ausstellung nicht mehr benötigten Exponaten geschehen würde. Diese würden mit modernen Methoden archiviert und in ein Depot eingelagert, so Klosa. Bei Bedarf könnten sie für Sonderausstellungen anderer Museen ausgeliehen oder im eigenen Haus ausgestellt werden. Museumspädagogin Erker wies zudem darauf hin, dass es nicht notwendig sei, zu einem bestimmten Thema Exponate mehrfach auszustellen. In der neuen Ausstellung würden wahrscheinlich auch bestimmte Themen wegfallen und anderen Themen Platz machen. kon

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