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Teisendorfer Wahrzeichen verschwindet

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Die Hälfte des Schornsteins ist schon weg. (Foto: M. Konnert)

Teisendorf – Es war keine einfache Entscheidung. Trotz eines jahrelangen Kampfs gegen seine Alterserscheinungen ist der rund 42 Meter hohe Schornstein der Privatbrauerei Wieninger zu einem Sicherheitsrisiko für Mitarbeiter und Besucher geworden und muss jetzt abgetragen werden. Die Maßnahme ist mit dem Landratsamt Berchtesgadener Land abgesprochen.


Viele Teisendorfer staunten nicht schlecht, als sie vor kurzem in luftiger Höhe, gut angeseilt, zwei Männer am Schornstein arbeiten sahen. Diesmal war es aber keine Sanierung, sondern der Abriss des Teisendorfer Wahrzeichens hatte begonnen. »Das war für uns kein leichter Entschluss«, sagte Bräu Christian Wieninger. »Der Schornstein hat ja einfach zu uns gehört. Aber wir können und wollen das Risiko nicht länger tragen. Es wäre schrecklich, wenn jemand verletzt würde.«

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Der Schornstein der Brauerei hat nämlich über viele Jahrzehnte das Ortsbild mitgeprägt, hat Besucher und Rückkehrer aus der Ferne willkommen geheißen, er gehörte in Teisendorf einfach dazu.

Als die Brauerei vor zwölf Jahren auf umweltfreundliche und nachhaltige Biomasseheizung umgestellt hatte, verlor der Schornstein seine eigentliche Funktion und wurde außer Betrieb genommen. Trotzdem lag der Geschäftsführung der Brauerei viel daran, den Schornstein zu erhalten. Man investierte in den vergangenen Jahren viel Zeit und Geld in die Ausbesserungsarbeiten.

Im vorigen Frühjahr hat der Schornstein noch einmal für besondere Aufmerksamkeit gesorgt, als ein Storchenpaar auf ihm in luftiger Höhe sein Nest gebaut hatte. Die zurückliegende strenge Frostperiode hat nun aber dem bekannten Bauwerk derart zugesetzt, dass der Bestand nicht länger zu halten sei. Die Abbauarbeiten werden voraussichtlich spätestens Mitte April abgeschlossen sein. kon

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