Street-Art-Festival bei Kindern und Jugendlichen ein voller Erfolg

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Aufmerksam beobachtet von den Zuschauern malt Anton Göstl sein 3-D-Bild «Abgrund« auf den Asphalt. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Nach dem Erfolg des Vorjahrs hat sich Teisendorf auch heuer an dem dezentralen Street-Art-Festival beteiligt, das von Blumberg in Baden-Württemberg aus organisiert und weltweit an verschiedenen Orten ausgerichtet wird. Jeder Künstler, jede Künstlerin, aber auch solche, die es erst werden wollen, konnten teilnehmen. Die Bilder wurden dort gemalt, wo sich die Teilnehmer gerade befunden haben. Die Abwicklung und der Malfortschritt wurden über den Tag digital dokumentiert. Die Bilder wurden in regelmäßigen Abständen an die Veranstalter per Video, WhatsApp oder Email geschickt. Fotograf Gregor Häusl hat in Teisendorf eine Webcam samt Programm installiert, um dies möglich zu machen.


In Teisendorf hatte die Gemeinde den großen und kleinen Malkünstlern am Samstag und Sonntag den Parkplatz vor der Schule als Malunterlage zur Verfügung gestellt, wo sie ihre vergängliche Kunst »auf den Asphalt« bringen konnten. Wie im Vorjahr, ging die Teilnahme von Teisendorf an dem Blumberg-online-Festival auf die Initiative von Anton Göstl aus Oberteisendorf zurück. Der freischaffende Künstler aus Oberteisendorf ist in der Street-Art–Szene eine bekannte Größe. Er nimmt weltweit bei großen Street- Art-Festivals teil und hat auch schon viele Preise gewinnen können. Göstl hat auch selbst an dem Festival in Teisendorf teilgenommen und ein großes 3D-Bild gemalt mit dem Titel »Abgrund«. Es stellte einen furchterregenden Drachenkopf dar, der aus einer großen Höhle starrte. Dass es Göstl gelungen ist, mit der erstmaligen Teilnahme der Gemeinde Teisendorf an dem Blumberg-Festival im Vorjahr das Interesse zu wecken, zeigten die vielen Mitmacher und Zuschauer, die sich am Samstagvormittag auf dem Platz vor der Turnhalle eingefunden hatten.

In der Organisation unterstützt wurde Göstl von den Verantwortlichen des Jugendtreffs, Andreas Gröbner, Lena Kirchleitner und den Praktikantinnen Regina Enzinger und Alison Rutkowski. Sie grenzten für jede Teilnehmerin, jeden Teilnehmer mit Klebeband eine Fläche auf dem Asphalt ab, die sie bemalen durften, registrierten die Teilnehmer und verteilten die Malkreide. Dann konnte es losgehen, wobei der Fantasie keine Grenzen gesetzt waren. Bis zum frühen Nachmittag breiteten sich dort, wo sonst große Schulbusse und Autos stehen, bunte Bilder aus.

Blumen, Schmetterlinge, Regenbogen, Porträts. Sogar Daisy Duck und Pikachu aus Pokemon und ein lila Kater waren naturgetreu zu sehen. Wem die Sonne, die an diesem hochsommerlichen Samstag vom Himmel strahlte, zu stark wurde, konnte sich einen Sonnenschirm als Schutz holen. Davon Gebrauch gemacht hat auch Celina, die bereits öfter sehr erfolgreich am Blumberg-Festival teilgenommen hat und auch im vorigen Jahr in Teisendorf dabei war. Diesmal hat sie ein Bildnis einer afrikanischen Frau mit buntem Kopftuch kunstvoll gemalt.

Gekommen war auch Gemeinderat und Jugendreferent Felix Gasser, der den Malfortschritt bewunderte und sich freute, dass das Event vor allem von Kindern und Jugendlichen so gut angenommen wurde. »Die Gemeinde begrüßt ausdrücklich, dass den jungen Menschen wieder etwas geboten werden kann und unterstützt deshalb diese Aktion wirklich gern«. Er bedankte sich auch im Namen des Bürgermeisters bei Anton Göstl, Andreas Gröbner und den Helferinnen vom Jugendtreff, dass sie diese Veranstaltung organisiert haben.

Leider zeigte sich in der Nacht eindrucksvoll, wie vergänglich diese Kunst ist. Kräftige Regenschauer spülten sie einfach weg. Dort wo am Vortag noch Blumen, Schmetterlinge, Regenbogen, Porträts, ein lila Kater und sogar Daisy Duck und Pikachu aus Pokemon von den Zuschauern bewundert werden konnten, war jetzt nur noch eine graue Asphaltdecke zu sehen. Und so nahm das zweite Street Art Festival in Teisendorf ein ungewollt schnelles Ende. Spaß gemacht hat es trotzdem und die Veranstalter hoffen schon jetzt, dass es der Wettergott im nächsten Jahr besser mit ihnen meint.

kon

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