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Schäden an Straßen, Brücken und Kläranlage

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Kaputter Wasserdurchlass am Weg von Ramsau nach Babing – Durchlässe dieser Art wurden fast alle zerstört beziehungsweise verstopft.

Teisendorf – Das Hochwasser vom 4. August hat in Teisendorf seine Spuren hinterlassen – sowohl an Gemeindeeigentum als auch an privaten Gebäuden und Flächen. Über die Schäden an gemeindlicher Infrastruktur informierte nun Bauamtsleiter Theo Steinbacher im Bau- und Umweltausschuss.


Nach dem Hochwasser habe das Bauamt sofort die Schäden aufgenommen und dokumentiert, berichtete er. Etwa 500 Fotos seien gemacht worden. Alles, was beim nächsten Starkregen wieder Probleme bereiten könnte, werde sofort abgearbeitet. Bereits repariert wurde zum Beispiel ein Wasserdurchlass unter dem Weg von der Ramsau nach Babing, für andere Schäden wurden Aufträge vergeben. Größere Schäden bedürften zum Teil noch näherer Planung beziehungsweise der Absprache mit Grundeigentümern. Zum Teil müsse auch noch die Zuständigkeit, zum Beispiel des Wasserwirtschaftsamts oder des Straßenbauamts, geklärt werden.

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An Gemeindestraßen und öffentlichen Gewässern sind der Aufstellung zufolge Schäden in Höhe von etwa 200 000 Euro entstanden und an der kommunalen Kläranlage in Höhe von etwa 3000 Euro. Für Kanalspülungen muss die Gemeinde rund 20 000 Euro zusätzlich einplanen.

In dieser Summe sind laut Bauamtsleiter die Kosten für die Sanierung des Hangrutsches und die Gebäudewiederherstellung in Thalhausen nicht enthalten. Allein für diesen größten Hochwasserschaden im Gemeindegebiet, schätzt er die Kosten auf etwa 150 000 Euro. Wer diese Kosten zu tragen hat, werde zurzeit noch ermittelt. Ebenfalls nicht enthalten sei die beschädigte Privatbrücke zu den Anwesen Punschern 3 und 5.

Die Recherche der Gemeinde nach Förder- oder Unterstützungsprogrammen zumindest für die Schadensbeseitigung an kommunaler Infrastruktur und im privaten Bereich verlief bisher negativ.

Der Markt Teisendorf greift bei Wegen, Gewässern und Flächen seinen Bürgern unter die Arme und übernimmt die Kosten für den benötigten Kies bei öffentlichen Feld- und Waldwegen, für den Bagger bei Gewässern III. Ordnung und für den Bagger und die Abfuhr des Materials bei privaten landwirtschaftlichen Flächen. Hier handle es sich um freiwillige Leistungen, hoben Steinbacher und Bürgermeister Thomas Gasser hervor. Das Wasserwirtschaftsamt habe die Wasserränder dokumentiert und in ein Programm eingearbeitet, um künftige Berechnungen genauer erstellen zu können.

Alois Stadler (CSU) befürwortete die Beteiligung des Markts Teisendorf an den Schäden und bat die Verwaltung, die Situation beim alten Wehr an der Wimmerer Straße, das während des Hochwassers geschlossen gewesen sei, zu regeln.

Der Bürgermeister räumte ein, dass dieses Wehr am 4. August eine »Schwachstelle« gewesen sei. Es habe bereits Ortstermine mit dem Landratsamt und den Eigentümern gegeben. Aktuell sei der Rückbau des Wehrs geplant. Hans Rauscher (SPD) zufolge wurden bei der Sägmühle an der Holzhauser Straße drei Autos überschwemmt. Er bat auch, die Kanäle beim damals überfluteten kleinen Kreisverkehr zu untersuchen.

Wie Bürgermeister Gasser berichtete, war die Teisendorfer Feuerwehr am 4. August ab 2.30 Uhr unterwegs; überregionale Feuerwehren hätten am späten Vormittag völlig durchnässte heimische Einsatzkräfte abgelöst. vm

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