Pläne zur Sanierung der Sportanlage werden konkreter

Bildtext einblenden
Die Sportanlage beim Fußballplatz in Teisendorf soll erneuert werden. (Foto: M. Konnert)

Teisendorf – Die Pläne für die Sanierung und teilweise Erneuerung der Sportanlage beim Teisendorfer Fußballplatz werden konkreter. Denn der Marktgemeinde wurde eine Förderung in Höhe von 360 000 Euro aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten in Aussicht gestellt. Darüber wurde der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung informiert.


Um die Mittel aus diesem Sonderprogramm des Freistaats auch wirklich zugewiesen zu bekommen, muss die Gemeinde jetzt bis Ende November einen Förderantrag mit der Maßnahmenplanung einreichen. Das Ingenieurbüro Richter aus Freilassing war beauftragt worden, die Planungen inklusive Kostenberechnung zu erstellen.

Vorgesehen sind die Erneuerung und Verbreiterung der Tartanbahn auf sechs Bahnen, die Verlegung der Sportanlage einschließlich Rasenspielfeld um 1,22 Meter in Richtung Nordosten, die Erneuerung der Tribünenanlage und des Vorplatzes inklusiv der Schaffung von mehr Parkmöglichkeiten sowie die Ausstattung der Sportanlagen für Weit- und Dreisprung, Hochsprung, Stabhochsprung, Diskus- und Hammerwerfen sowie Kugelstoßen.

Die Sanierungsbedürftigkeit der in den 1980ern errichteten Tartanbahn stehe außer Frage, sagte Bürgermeister Thomas Gasser im Gemeinderat. Wenn eine solche Maßnahme ins Auge gefasst werde, dann sei auch die Erneuerung der Entwässerungsanlage inklusiv Rohrleitungen sinnvoll.

Durch die Sanierung und Erweiterung könnte man die Sportanlage in eine Wettkampfanlage Typ B aufwerten, die auch für die Austragung regionaler Wettkämpfe wie beispielsweise Bayerische Meisterschaften, geeignet sei, erklärte der Planer Andreas Schuler den Gemeinderäten. Zur Zeit entspricht die Anlage dem Typ C. Auch Gemeinderat Fritz Gasser (FWG) wies darauf hin, dass die Tartanbahn dringend erneuert und ausgebaut werden müsse. Um die guten Leistungen der Teisendorfer Leichtathleten halten zu können, seien optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen sehr wichtig. Die inzwischen in die Jahre gekommene Anlage würde den hohen Anforderungen für Training und Wettbewerb der Topathletinnen und Athleten nicht mehr gerecht und mache auch die Nachwuchsarbeit nicht leichter.

Gemeinderätin Ute Hogger (Grüne) wollte wissen, ob es in der Region schon eine Sportanlage vom Typ B gebe und falls ja, ob dann in Teisendorf eine solche überhaupt notwendig sei. Es gebe etwas ähnliches in Freilassing, so Planer Andreas Schuler. Das allein könne nicht ausschlaggebend sein, so Gemeinderat Fritz Gasser, denn der TSV wolle für höhere sportliche Anforderungen gut gerüstet sein. Er sehe seine Aufgabe auch darin, sein aktuelles Sportangebot in Zukunft zu erhalten und auszubauen.

Die Kosten für die Maßnahmen werden in der Planung mit rund 1,85 Millionen veranschlagt. Nach Abzug der bereitgestellten Förderung von 360.000 Euro verbleibt ein Gemeindeanteil in Höhe von 1,49 Millionen Euro.

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung mit der Antragstellung zur Förderung unter Zugrundelegung der vom beauftragten Ingenieurbüro vorgelegten Planungen. Bürgermeister Gasser betonte, dass es sich hier nicht um einen »Baubeschluss« handle. Über die einzelnen Maßnahmen werde erst später entschieden. Was alles realisiert werde, sei auch eine Kostenfrage. Die Gesamtmaßnahme könnte auch in Teilbereichen oder Bauabschnitten durchgeführt werden, allerdings sei der Verwendungsnachweis bis spätestens 30. Juni 2026 vorzulegen. Die Aufteilung der Bauabschnitte, aber auch der Kosten, ist noch mit dem TSV Teisendorf abzusprechen.

kon

Mehr aus Teisendorf