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Die ehemaligen Schüler trafen sich nach sieben Jahren wieder. (Foto: Peter Höhn)

Klassentreffen der Achthaler Schuljahrgänge von 1943 bis 1952: Streiche von damals sind längst verjährt

Teisendorf – Helga Seifter und Grete Schmid hatten das Klassentreffen, bei dem sich die Achthaler Schuljahrgänge von 1943 bis 1952 wieder trafen, organisiert. Bei einer Andacht in der Kapelle Maria Schnee, die der Achthaler Hans Platzeck für die 23 Teilnehmer hielt, gedachte man zunächst den 25 bereits verstorbenen Lehrern und ehemaligen Mitschülern. 


Dann tauschten die alten Schulfreunde im Oberteisendorfer Gasthaus zum Hofwirt Erinnerungen aus. Dabei herrschte eine fröhliche und heitere Stimmung beim Mittagessen, bei Kaffee und Kuchen und einem gemeinsamen Abendessen. Bis in die späten Abendstunden haben die ehemaligen Klassenkameraden geratscht und gelacht und sich gegenseitig nicht nur versprochen, sich spätestens in fünf Jahren wieder zu sehen, sondern auch gut auf sich aufzupassen, »damit jeder gesund bleibt«.

»Schon beim Eintreffen gab es ein großes Hallo«, erzählt Willi Reiter aus Waging, der einst in Achthal zur Schule ging. »Eigentlich sollte dieses schon seit Jahrzehnten regelmäßige Treffen alle fünf Jahre stattfinden, coronabedingt sind jetzt jedoch sieben Jahre daraus geworden. Während sich viele sofort wiedererkannt haben, musste der eine oder andere dann doch sein Gegenüber nach dem Namen fragen.« Aber an die Schule, die damals aus einem einzigen Raum im ersten Stock des Schulgebäudes bestand, erinnerten sich sofort wieder alle. Das Gebäude in der Nähe der Kapelle steht zwar heute noch, wird aber schon lange anderweitig genutzt.

Unterrichtet wurden alle Schüler damals in diesem Raum. Da der Unterricht aber nicht für alle gleichzeitig möglich war, legte man die Klassen eins bis vier und die Klassen fünf bis acht zusammen und unterrichtete sie in zwei Gruppen. Die eine Schülergruppe kam vormittags und die andere nachmittags. »Es waren halt andere Zeiten«, sagt Reiter. »Schöne Zeiten waren es, wir haben sehr viel erlebt, Angenehmes und Unangenehmes.« Wie überall, habe es in Achthal unter anderem die Streber, die Mauerblümchen und die Lausbuben gegeben. Besonders amüsant sei es nun wieder gewesen, deren Geschichten zu lauschen. »Glücklicherweise sind die Schandtaten, auf die wir damals besonders stolz waren oder die wir versucht haben, zu verheimlichen, schon verjährt«, erzählt Reiter mit einem Augenzwinkern. Er hofft zum einen, beim nächsten Mal noch einiges mehr über die einstigen Schülerstreiche zu erfahren, und zum anderen, dass alle bei bester Gesundheit bleiben.

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