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Sind seit 40 Jahren Mitglied im Verein (von links): Isabel Huber (in Vertretung von Theresia Huber), Marianne Starzer, Christa Ramstötter und Angelika Brunnauer (in Vertretung von Monika Brunnauer). Im Hintergrund links: Bürgermeister Thomas Gasser, rechts Kreisvorsitzender Andreas Lexhaller und Katja Helminger. Foto: Konnert)

Jahresversammlung des Obst- und Gartenbauvereins: Mit Zuversicht in ein neues Gartenjahr

Teisendorf – Nach zwei Jahren Pause hielt der Obst- und Gartenbauverein wieder seine Jahreshauptversammlung als Präsenzveranstaltung ab. Durch die Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 200 und 3G-Vorgaben war der große Saal im Poststall allerdings nur etwa zur Hälfte besetzt. Vorsitzende Katja Helminger freute sich über die Gäste und die Frühlingsdeko mit Primeln, Narzissen, Hyazinthen Orchideen und Kräutern.


Helminger freute sich über alle Mitglieder, die dem Verein in den letzten Jahren trotz stark reduzierten Programms die Treue gehalten haben. Die Gesundheit und Sicherheit der Mitglieder habe immer Vorrang gehabt, so die Vorsitzende, deshalb sei vieles nicht oder nur sehr erschwert möglich gewesen.

Dennoch habe man nicht alles ruhen lassen. Die Pflege des Kreisverkehrs, des Hopfengartens und der Streuobstwiese an der Bahn sei erledigt worden. Für die Mitglieder habe es Bodenuntersuchungen gegeben mit Düngeempfehlungen. Die Müllsammelaktion mit dem Kolpingverein sei erfolgreich gewesen, Erinnerungsbäume für Kinder wurden gepflanzt. Zu Erntedank sei ein Erntewagen gestaltet worden, die Früchte seien als Spende an das Kloster Dachau gegangen.

Für heuer habe man ein interessantes Programm zusammengestellt mit Besichtigungen, Reisen, Wanderungen und Radltouren, Vorträgen oder Kochkursen. Die Arbeit mit den Kindergruppen sei wegen Corona sehr schwierig gewesen, dennoch habe man sie nicht ganz ruhen lassen. So sei der Parcours »Der Natur auf der Spur« sehr gut angenommen worden. Viele der Kinder, die von Anfang an dabei waren, machen jetzt aufgrund des Alters nicht mehr mit. Einige wurden von Katja Helminger mit einem Blumengruß und einem Buchgeschenk verabschiedet. Für ihr Engagement und Interesse an der Natur erhielten sie von der Versammlung großen Applaus.

Kassierin Renate Stützer-Neubig legte den Kassenbericht vor und zeigte sich mit der wirtschaftlichen Situation des Vereins zufrieden.

Bürgermeister Thomas Gasser lobte die Mitglieder für die öffentlichkeitswirksame ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinde, zum Beispiel bei der Pflege des Kreisverkehrs, für alles, was im Verein trotz Corona in den letzten beiden Jahren gemacht hat, auch unter erschwerten Bedingungen. Mit einem Wort von Hermann Hesse, der sinngemäß sagt, dass man das Paradies erst erkennt, wenn man daraus vertrieben wird, verglich er die Corona Krise und den Krieg in der Ukraine mit der Vertreibung aus unserem Paradies der Sicherheit. Der Garten als Ablenkung sei in dieser Zeit ein kleiner, aber wichtiger Trost.

Auch für Andreas Lexhaller, den Vorsitzenden des Kreisverbands, sind die Teisendorfer Gartler auf dem richtigen Weg. Vor allem die vielen jungen Besucher der Versammlung gäben Hoffnung, dass es weitergeht, auch wenn es anders und härter werden sollte.

Gartenbauingenieur und Buchautor Thomas Janscheck aus Wolnzach in der Holledau erzählte spannende Geschichten über alte vergessene Pflanzen, Bräuche und Bauernregeln. Mitteleuropäische Rasselnuss, Kokolori-Birne, Kapuzinerrose, Mispel, Vitamin C-Rose oder Feuerdorn waren nur einige vergessene Pflanzen, die er in Erinnerung rief. Zwei wichtige Empfehlungen für Gartler und jene, die es werden wollen, hatte Janscheck auch parat: »Pflanzen, pflanzen, pflanzen« oder »Prüfe alles und behalte das Beste«.

Zum Abschluss der Versammlung wurden die Preise der Tombola verteilt, die von vielen Geschäften und Betrieben überwiegend aus der Marktgemeinde gespendet worden waren. Auch der Blumenschmuck auf der Bühne wurde als Preise an Versammlungsteilnehmer verteilt. Die Worte Lexhallers nahmen viele mit in den Alltag: »Gebt aufeinander acht und ratscht mal wieder über den Gartenzaun«.

Für langjährige Treue wurden mehrere Mitglieder geehrt und erhielten neben Urkunden auch Blumenpräsente. Aufgrund der noch immer schwierigen Gesamtlage war nur ein Teil der Geehrten anwesend.

Für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden schließlich geehrt: Monika Brunnauer, Christine Eder, Marianne Eglseer, Theresia Huber, Christa Ramstötter, Ilse Reuter und Marianne Starzer. Seit 25 Jahren beim OGV dabei sind Loni Aschauer, Elfriede Berger, Manfred Fenninger, Renate Hartl, Irmgard Koch, Georg Krammer, Bärbel Krempke, Wolfgang Lamminger, Franziska Mösenlechner, Agnes Mösenlechner, Sieglinde Nindl-Pollack, Hilde Reiter, Hannelore Segle und Franz Singer. kon

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