»Ich habe keine Symptome, wollte aber wissen, ob ich infiziert bin«

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Reger Betrieb herrschte an und in der mobilen Teststation in Teisendorf. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Es waren nicht wenige, die am Mittwoch von 12 bis 18 Uhr die Gelegenheit nutzten, sich kostenlos in Teisendorf auf das Corona-Virus testen zu lassen. Viele kamen zu Fuß oder per Rad.


Ein Teil der Probanden hatte sich schon vorab online für den Testtermin registriert. Bei den anderen nahmen Mitarbeiter von 21DX, dem verantwortlichen Dienstleister, die Daten auf, bevor es weiter zur Abstrichabnahme ging.

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Sicherheit ist Bürgern wichtig

»Ich habe zwar keine Symptome, aber ich wollte wissen, ob ich vielleicht infiziert bin, um sicher zu gehen«, so die Seniorin Ingrid F. Ähnlich sieht es auch Franz A., der durch seine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Tafel und dem Blutspendedienst viele menschliche Kontakte hat. »Das Angebot vor der Haustür ist wichtig, vielleicht gelingt es so, das Infektionsgeschehen bei uns zu reduzieren«.

Barbara T. ist mit ihrem kleinen Sohn gekommen. »Bevor er in die Notbetreuung geht, möchte ich Sicherheit haben, dass er gesund ist«, meint die junge Mutter.

In Teisendorf ist die Inzidenz seit mehreren Wochen im Landkreisvergleich anhaltend hoch. Zuerst war es ein Coronaausbruch im Seniorenheim St. Elisabeth, später dann Ausbrüche in Betrieben und Kindergarten, zur Zeit sind es diffuse Ausbrüche im privaten Umfeld mit größeren Feiern, weil die Coronaregeln nicht immer befolgt werden. Dass jetzt, weil die Inzidenz im Landkreis den Wert 100 überschritten hat, die Kindergärten und Schulen wieder geschlossen werden müssen, was für Eltern und Schüler gleichermaßen, so Bürgermeister Thomas Gasser, »eine Katastrophe ist«, gibt dem Ganzen noch einmal eine ganz andere Dimension. Deshalb begrüßte der Rathauschef die Testaktion in Teisendorf als einen wichtigen Baustein auf dem Weg zurück zu mehr Normalität und als einen Beweis, dass Gemeinden und Landkreis nichts unversucht lassen, um der Pandemie Herr zu werden.

Vor allem »verstecke Fälle« aufdecken

Man wolle mit der Teststation vor allem »versteckte Fälle« aufdecken, wo keine Symptome auf eine Infektion hinweisen, so der Rathauschef. Er rechnete mit circa 350 Testwilligen, die sich an diesem Nachmittag zum Abstreichen einfinden werden. Der große Zulauf in den ersten Stunden ließ vermuten, dass er damit richtig liegen könnte.

Die entnommenen Proben werden vom Dienstleister für die Abstrichentnahme 21DX an das Labor Centogene geschickt, wo umgehend nach Eintreffen für die Proben eine PCR-Analyse durchgeführt wird. Sobald die Probe ausgewertet ist, wird der Proband sofort verständigt, per Mail oder Telefon – und zwar zu jeder Tag- und Nachtzeit. Umgehend verständig wird auch das Gesundheitsamt, das sich im Falle positiver Tests mit den betroffenen Personen in Verbindung setzt und die entsprechenden Quarantänemaßnahmen einleitet.

kon

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