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Auf der rechten Fahrbahnseite der Hochhorner Straße in Neukirchen soll der Gehweg gebaut werden. (Foto: Konnert)

Gehweg an der Hochhorner Straße nimmt letzte Hürde

Teisendorf – Der Teisendorfer Gemeinderat ist der Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses gefolgt und hat dem Bau eines einseitigen Gehwegs östlich der Hochhorner Straße in Neukirchen mit einer Querungshilfe in etwa bei der Einmündung Barbarastraße zugestimmt.


Der Gehweg soll bis zum bestehenden Gehsteig an der Schule geführt werden, der sofern notwendig, angepasst werden soll. Die überarbeitete Kostenschätzung des Ingenieurbüros Staller aus Traunstein beläuft sich nun auf 165.000 Euro.

Vor zwei Jahren hatte der Gemeinderat beschlossen, an der Hochhorner Straße einen beidseitigen Gehweg bis zur Einmündung Barbarastraße zu errichten, um die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen. Vor allem auch für die Kinder aus den Neubaugebieten in Oberwurzen sollte der Schul- und Kindergartenweg sicherer gemacht werden. Die Schwierigkeiten bei der Ableitung des Oberflächenwassers machten aber eine Planänderung erforderlich. Die nun erarbeitete einseitige Variante hat laut Planer den Vorteil, dass die Ableitung von Regenwasser über den angrenzenden Grünstreifen erfolgen kann. Dadurch werde der ohnehin überlastete Niederschlagswasserkanal nicht zusätzlich belastet.

Dem Beschluss ging eine lebhafte Diskussion voraus, bei der Gemeinderätin Ute Hogger (Grüne) vorschlug, anstatt der teuren Querungshilfe eine Tempo-30-Zone einzuführen, die auch ein sicheres Überqueren möglich machen würde. Dem widersprach Bürgermeister Thomas Gasser. Die Hochhorner Straße sei eine viel befahrene Straße mit Durchgangsverkehr. Dort die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu reduzieren, wäre kaum möglich. Es sei zu befürchten, dass viele Fahrer sich nicht an die Begrenzung halten und damit eine höhere Sicherheit beim Überqueren nicht gegeben sei. Zudem müsse einer solchen Entscheidung auch die Polizei und das Landratsamt zustimmen. Dass eine Querungshilfe sehr sinnvoll sei, zeige das Beispiel Oberteisendorf mit der Bundesstraße 304, meinte hingegen Gemeinderat Johann Rauscher (SPD). Vor allem für die Kinder sei dies sehr wichtig, hier dürfe man nicht an der falschen Stelle sparen. Bernhard Reitschuh (FWG) verlangte eine Verlegung der Querungshilfe um einige Meter Richtung Ortsmitte, um die Schleppkurven für die Ein- und Ausfahrt des an der Hochhorner Straße ansässigen Busunternehmens zu gewährleisten. Man müsse unbedingt mit dem Busunternehmer sprechen – vor Beginn der Maßnahme. Dieser habe eine genehmigte Ausfahrt, die man nicht mit der Querungshilfe einschränken dürfe. Die Auflage der Versetzung der Querungshilfe wurde in den Beschluss aufgenommen.

Elisabeth Aschauer (Grüne) wollte wissen, ob man mit dem Beginn der Baumaßnahme noch in diesem Jahr rechnen könne. Nach dem Beschluss des Gemeinderats können jetzt die Ausschreibungen erfolgen, so Rathauschef Gasser, dann müsse man sehen welche Angebote eingehen.

Im Haushalt sind in diesem Jahr 50 000 Euro für den Gehwegbau eingestellt. Die Restkosten können durch Aufnahme in den Haushalt 2023 oder aber auch aus den Mitteln für Gemeindestraßen gedeckt werden.

kon

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