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Ein musikalisches Geburtstagsgeschenk

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Teisendorf: Sigi Ramstötter feiert 91. Geburtstag – Bezirkstagspräsident Mederer zu Besuch
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Bezirkstagspräsident Josef Mederer (links) überreichte Sigi Ramstötter die neue Publikation des Volksmusikarchivs des Bezirks Oberbayern. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Hoher Besuch hatte sich im Hause Ramstötter angekündigt. Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Ernst Schusser, Volksmusikpfleger des Bezirks Oberbayern, sind gekommen, um dem rüstigen Ausnahmevolksmusiker zu seinem 91. Geburtstag mit einem besonderen Geschenk zu gratulieren.


Im Garten der Familie Ramstötter überreichten sie ihm die jüngste Publikation des Volksmusikarchivs des Bezirks Oberbayern aus der Reihe »Persönlichkeiten regionaler Musikkultur«: ein Notenheft mit 17 Stücken der Teisendorfer Geigenmusik.

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Sigi Ramstötter, der die Musikgruppe in den 1970ern gegründet hatte, hat dafür aus dem großen Repertoire der von ihm neugestalteten oder selbst komponierten Stücke eine Auswahl zur Verfügung gestellt.

Ramstötter habe sich ein Leben lang der echten Volksmusik verschrieben, betonte der Bezirkstagspräsident. Man habe mit der Herausgabe dieses Notenbuchs bis nach dem 90. Geburtstag gewartet, der vor einem Jahr groß gefeiert worden war, sonst wäre es dort möglicherweise in der Fülle der Ehrungen untergegangen, scherzte Mederer. Durch die große Bandbreite seines volksmusikalischen Schaffens sei Ramstötter ein Vorbild für die generationenübergreifende Volksmusikpflege, wie sie der Bezirk Oberbayern versteht. »Vorbild kann man nur sein, Vorbild sein kann man nicht erlernen«, betonte Mederer.

Er nannte Ramstötter eine »große Persönlichkeit«, die immer bemüht war und ist, ihr Wissen an alle Interessierten und vor allem an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. »Volksmusikpflege geht nur mit Persönlichkeiten«, hob Mederer hervor und wünschte dem Teisendorfer noch viele gute Jahre mit Gesundheit und Schaffensfreude, denn »Musik und Gesang halten jung und fit«.

Diese Publikation sei eine »überfällige Wertschätzung des musikalischen Schaffens unseres Ehrenbürgers Sigi Ramstötter«, betonte Bürgermeister Thomas Gasser, der sich den guten Wünschen anschloss. Er sei stolz, dass es in seiner Gemeinde immer wieder Ereignisse gäbe, die einen Bezirkstagspräsidenten dazu bringen, hierher zu kommen, und spielte damit auch auf den Besuch von Mederer zur Eröffnung des Bergbaumuseums im Mai an.

Die Förderung der regionalen Kultur, zu der auch die Volksmusik gehöre, sei ein wichtiger Aufgabenbereich des Bezirks Oberbayern, so Volksmusikpfleger Ernst Schusser. Gemeinsam mit Sigi Ramstötter und seiner Familie zeichnet er für die neue Veröffentlichung verantwortlich. Schusser betonte ausdrücklich die Mitarbeit junger Menschen bei der Herausgabe des Notenbuchs. Was so einfach aussehe, hätte viel Vorarbeit und Überprüfung gebraucht, um Fehler zu vermeiden. »Ein kleines Heft, eine große Arbeit«, war Schussers Fazit.

Bei Kaffee und Kuchen hatte Ramstötter noch viele Erinnerungen an eine langes, erfolgreiches und erfülltes Leben mit und für die Volksmusik parat. kon

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