Doppelförderung durch Bund und Land für Teisendorfer Schwimmbad?

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Für den Bau des neuen Sportbeckens samt Technik wird ein Förderantrag beim Freistaat Bayern gestellt. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Die im September dieses Jahres vom Gemeinderat beschlossene Sanierung des Teisendorfer Schwimmbads wird nach derzeitigem Stand rund 3,8 Millionen Euro netto kosten. Geplant sind dabei ein neues, 25 Meter langes Schwimmerbecken, ein Nichtschwimmerbecken und ein Kinderplanschbecken sowie eine komplett neue Badewassertechnik mit zwei Wasserkreisläufen. Eine Förderung in Höhe von rund einer Million Euro aus Bundesmitteln ist der Gemeinde bereits in Aussicht gestellt worden.

Demnach würde der Gemeinde ein Kostenanteil von rund 2,6 Millionen Euro bleiben. Laut dem vom Gemeinderat damals gefassten Beschluss sollen diese Mittel zur Sanierung des Schwimmbads bereitgestellt werden. In der Zwischenzeit wurde geprüft, ob nicht auch Landesfördermittel abgerufen werden könnten und ob eine Doppelförderung durch Bund und Land möglich ist. Nach Auskunft der für die Durchführung der Förderung zuständigen Stellen ist dies nur dann möglich, wenn die Gesamtmaßnahme in zwei klar getrennte Projekte aufgeteilt werden kann, von denen jedes nur von einer Stelle, Bund oder Land, gefördert wird.

Die Aufteilung wurde jetzt durch den Planer, die Firma Pohl ZT GmbH Architekten aus Ötztal vorgenommen. Projekt 1 umfasst den Bau des 25-Meter-Sportbeckens für Schwimmer inklusiv notwendiger Technik mit einer Gesamtsumme von rund 1,35 Millionen Euro. Diese Maßnahmen könnten durch das Land Bayern im Rahmen der Förderung von Sportbecken finanziell unterstützt werden. Für dieses Projekt stellt die Gemeinde einen Eigenanteil von 963 000 Euro bereit. Für die Förderung durch den Freistaat Bayern gibt es noch keine schriftliche Zusage, allerdings bleibt die vom Bund fest zugesagte Fördersumme von einer Million Euro davon unberührt.

Das zweite Projekt umfasst alle Maßnahmen, die das restliche Schwimmbadareal betreffen wie Nichtschwimmerbecken, Kinderplanschbecken, Abriss des Aufsichtsturms und Errichtung eines neuen Gebäudes für die Badeaufsicht. Die Gesamtkosten dafür sind mit rund 2,5 Millionen Euro angesetzt, von denen die Marktgemeinde 1,32 Millionen Euro stemmen müsste. Der Rest sind bereits zugesagte Fördermittel des Bunds.

Im Zuge der förderrechtlichen Überprüfung der Maßnahme »Sanierung Schwimmbad Teisendorf« wurde auch festgestellt, dass der Markt Teisendorf aus steuerrechtlichen Gründen 89 Prozent der Mehrwertsteuer nicht finanzieren muss. Dadurch und wegen der voraussichtlich weiteren Förderung durch den Freistaat Bayern könnte sich der bereits beschlossene Eigenanteil des Marktes Teisendorf am Gesamtprojekt von geplanten rund 2,6 Millionen Euro auf rund 2,27 Millionen Euro verringern. Aufgrund der geschilderten Neuaufteilung in zwei Projekte wird die Verwaltung jetzt umgehend zwei neue Förderanträge stellen, einen an den Projektträger Jülich, der die Fördermittel des Bundes abwickelt und einen zweiten an den Freistaat Bayern.

Der dazu durch den Gemeinderat Teisendorf einstimmig gefasste Umsetzungsbeschluss sowie eine Neukalkulation der Planer für diese Aufteilung bilden die Grundlage dieser Anträge.

kon

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